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gerne als Ivuh dargestellt wird und in der Apisstadt in Kuhgestalt den Osirisleib beschützt, wahrend sie zugleich als Isis-Hathor ihr Kind, das junge Apiskall), mit ihrer Milch ernahrt (656) '). Die israelitische Lade ware also hienach ursprünglich eine Lade des aegyptischen Osiris gewesen, und dafür kann man sich auch noch auf die Angabe in 1 Sam. 2, 27 stützen, wo gesagt wird, dass das Haas Eli noch in Aegypten selbst zum Priestertum der Lade berufen worden sei.

Was hat nun aber die Lade ursprünglich enthalten? Leer wird sie nicht gewesen sein. Aber sollte sie als Osirislade ein Osirisbild oder einen Osirisleichnam oder eine Osirisreliquie enthalten haben? Das braucht man nicht anzunehmen, wolil aber dass sie irgend eine Incorporationsform des Gottes, dein sie diente, enthalten hat. Da man spater die steinernen Tafeln des Gesetzes darin sich dachte, so hat man vermutet, dass ursprünglich wirklich ein heiliger Stein darin gewesen sei. Dass das hl. Symbol des Ladengottes ein Stein gewesen ist, darauf scheint auch die Erzühlung in 1 Sam. 6, 14. 15 zu weisen, wo die Lade auf den grossen, offenbar heiligen, Stein gestellt wird, aut dem zuvor geopfert worden ist. Und diese Annahme ist um so wahrscheinlicher, als wir dem Steincultus schon in der Geschichte Jakobs begegnet sind, wo Gott dem Jakob nicht bloss durch einen Stein seine Offenbarung vermittelt sondern auch dem von Jakob gesalbten Stein innewohnend vorgestellt und in Gen. 49, 24 geradezu der Stein Israels genannt wird. Als diesen Gott Jakobs haben wir den Gott Schu erkannt, der aber als Sonnengott mit Ra oder Tum selbst identisch gedacht ist.

Wenn nun die Lade, die ursprünglich das Heiligtum der Josephiden war, einen Stein enthielt, so ist es wohl nicht oline Bedeutung, dass in der alttestamentlichen Überliefe-

1) Als Schutzgottheiten am Sarg des Osiris tritt allen thalben das Schwesternpaar Isis und Nephthys auf. Uud zwar werdeu dieselben dabei ia der Regel gefliigelt vorgestellt (734. 651). Doch wage ich nicht zu behaupteu, dass eine Erinnerung hieran noch den beiden Keruben zu Grunde liege, unter deren Fliigel Salomo nach 1 reg. 8, 6. 7 die Lade steilte.

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