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heiligen Stein darin hört man in der altesten Zeit nichts. Auch scheint die Lade, wie wir sahen, zuniichst nicht ein allgemein israelitisches Heiligtum gewesen zu sein sondern nnr das Heiligtum desjenigen Stammes, dessen Haupt in der Überlieferung selbst in Beziehung zu Heliopolis gebracht wird. Daraus aber ergibt sich mit Wahrscheinlichkeit, dass auch der diesem Stamme eigentümliche Gebrauch der Lade mit dem Cultus in Heliopolis in Zusammenhang gestanden hat. Haben wir mit dieser Annahme Recht, so muss der Gott der Lade dern Osiris-Tum entsprochen haben. Diese Yerschmelzung von Osiris und Tum ist leicht zu erklaren. Osiris ist ja eine besondere (astronomische) Form des Sonnengottes Tum, und zwar ist er identisch mit dem Sonnengott Tum in seinem Tageslauf von der letzten Tagesstunde bis zur Mitternacht und in seinem Jahreslaufe von der Herbstgleiche bis zur Wiuterwende, wiihrend dann daraus der verjiingte Tum, Horus, der Sohn des Osiris, entsteht (265 ff.).

Dass der Gott der Lade in der That dem Osiris-Tum entspricht, dafür können wir uns nun aber sofort noch auf eine andere alttestamentliehe Überlieferung berufen, nümlich auf die Gesehichte von der ehernen Schlange, welch' letztere erst durch Hiskia aus dem Tempel entfernt worden ist (2. reg. 18, 1).

Der Ursprung der ehernen Schlange wird auf Mose zurückgeführt. Num. 21 wird erzahlt, dass die wider Gott murrenden Israeliten in der Wüste von feurigen Schlangen gebissen worden seien, und dass, als das Volk Busse that, Mose auf Gottes Geheiss eine eherne Schlange habe machen und aufrichten müssen zum Zeichen, damit, wer gebissen worden, sie ansehen solle, um zu leben. Nacli der aegyptischen Mythologie nun werden die Gegner des Osiris von feuerspeienden Schlangen heimgesucht. Vornehndich die Göttinnen Bast und Sochit sind es, die in Schlangengestalt Flammenglut auf die Gegner des Osiris speien und dieselben zu vernichten suchen (333). Osiris kann aber auch wieder retten aus der Gefahr. Heisst es doch in einem ilni verherrlichenden Hymnus (632) :

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