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Ratsel oder Geheimnis seines Namens, das zugleich das Geheimnis seiner Kraft ist, nicht an das Ratsel, das Simson in Ri. 14 den Philistern aufgibt, und das ebenfalls auf Simsons Wesen und Starke sich bezieht, sowie an das riitselhafte Geheimnis der Kraft Simsons, hinter das die Philister nach c. 16 so gerne kommen wollten?

Aber die Parallele zwischen der Simsongeschichte und diesem Mythus von Ra reicht weiter. Wie dem Simson sowohl in c. 14 als in c. 16 sein Ratsel oder Geheimnis trotz seines Widerstrebens nnd seiner Ausflüchte schliesslich listiger Weise von einer Frau entrissen wird, so geschieht dasselbe bei Ra. Auch dem alternden Ra wird von einer Frau nachgestellt in der Absicht, ihm sein letztes Geheimnis zu entreissen. Tsis, bisher eine einfache Frau im Dienst des Pharao, fasst diesen Plan, um sich mittelst des Namens des erhabenen Gottes den Besitz der Welt und göttliche \\ ürde zu erringen. Mit Gewalt. war natürlich gegenüber Ra nichts auszurichten, darum dachte sich Isis einen andern Feldzugsplan aus. Sie bedachte, dass man emen von einer Krankheit befallenen Menschen oder Gott nur dann zu heilen vermöge, wenn man seinen wahren Name kenne, und damit das böse Wesen, das ihn plagt, beschwöre. So beschloss denn Isis dem Ra ein heftiges Leiden zu erwecken, dessen Ursache sie ihm verbarg, um sich dann zu seiner Pflege anbieten und dem Leider das geheimnisvolle, fur eine erfolgreiche Beschwörung unerl&ssliche Wort entrücken zu können. Aus Schlamm, der mit dem Schleim des Gottes durchsetzt ist, bildet die Isis eine Schlange, die sie im Sand des Wegs versteekt. Ra, der auf seiner taglichen Rundreise des Weges kommt, wird von ihr gebissen und erhebt ein fürchterliches Gebrüll. Mit einer bis zum Himmel und seiner Enneas dringenden Stimme ruft er: Was ist das? Was ist das? und seine Götter rufen: Was dann? Was dann? Aber vor Zittem und Klappern vermag Ra nicht zu antworten. Endlich kommt er zu sich und kann sich verstündlich machen. Irgend etwas Schmerzhaftes hat ihn gestochen, sein Herz fühlt es, aber seine Augen können es nicht sehen, seine Hand hat es nicht geschaffen, niemand weiss, was

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