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SCHLUSS.

Wir sind mit unseren Ausführungeu zn Ende. Was wir zeigen wollten, ist in Kürze dies, dass die semitisehen Stamme, die im östlichen Aegypten nnd auf der Siuaihalbinsel wohnten nnd spater in dem so lange Zeit aegyptischem Eintluss ausgesetzten Palaestina sich ansiedelten, überall hier nicht bloss in Berührnng mit aegyptischer Cultur sondern ancli mit der aegyptischen Götterlehre nnd dem aegyptischen Götterdienste gekommen sind und davon offenbar die starksten Einwirknngen erfahren halten. Selhst der diesen Stammen vermutlich von Hause aus eigentümliche, ursprünglich wohl recht primitive, Jahveglanhe hat unter dem Eintluss aegyptischer Religionsvorstellungen sich zum Glauben an Jnhve als den Gott vom Sinai entwickelt und insbesondere durch die in der Gestalt des Mose erfolgte Adoption des aegyptischen Thot als des göttlichen Oftenbarers und Gesetzgebers ein Element in sich aufgenommen, das der allmiihligen sittlichen Ausgestaltung der Naturreligion dieser Semiten den grössten Vorsclmb leisten musste. Und gerade diesem Umstand wird es zu einem guten Teil zu danken sein, dass der alte nationale Jahveglaulie die Kraft bekam, sich siegreich zum allein wahren religiösen Glauben in Israël zu erheben, wiihrend alles was sonst von aegyptischen Götterfiguren und Göttermythen in Israël Eingang erlangt hatte, in die Sphare des Menschlich-Historischen herabgedrückt wurde und vornehmlich in allerlei Vater- und Stammessagen seinen Niederschlag tand.

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