Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Grundeigeuschaften der Sprachlaute.

171. Neben der S c h a 11 f ü 11 e, die jedem Sprachlaut von Natur eigen ist. kommen für seine Verwendung im Sprachgefüge noch drei andre Eigenschaften in Betracht: Dauer (Quantitat), Starke (Nachdruck. exspiratorischer oder dynamischer Accent) und Hüh e (musikalischer Accent).

172. Wahrend bei genauer Messung für die Vokale mehrere objektiv verschiedene Stufen der Dauer festzustellen sind, wollen wir uns hier auf die alte subjektive Unterscheidung lang er und kurzer .Vokale beschranken.

K u r z heisst dann: nicht dehnbar. wie z. B. das a in hatte, das o in Ross. Lang dagegen sind das a in Tater, das o in Rose. nicht nur, weil sie thatsachlich langer angehalten werden, sondern auch. weil sie beliebig dehnbar sind.

173. Trautmann und Sweet aetzen fünf Stufen der Vokalliinge an, Vietor sogar sechs, die er U n t e rk ii r z e, Kürze, Überkürze, Unterlange, Lange, Überlange nennt.

174. Vokale sind im Deutschen lang:

a. wenn sie doppelt geschrieben sind: Saai. Beet, Root.

b. im Wortauslaut mit und ohne Hauptton: so. Anna. Nur a ist im Auslaut kurz.

c. vor einfacher oder anlautfiihiger melnfacher Konsonanz. (vgl. über die Bedeutung des Wortes anlautfahig 1«7): Rat. schwer. Hote. Ilbrigr. Mltra. Trödler.

d. vor oder nach Dehnungs- h: kahl. Thor.

Sluiten