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amphotere Reaktion dieser letzteren einseitig soandern, dass dies auf die Reifeflora des Kases von Einfluss sein kann.

Dhh Kftwelab kann durch Fehler bei der Bereitung Bakterien enthalten, welche eine heftige Blahung im Kase verursachen. Wie bereits von alter» her bekannt 1), enthalt die Schleimhaut des 4ten (wahren) Magens einen Stoff, welcher die Milch gerinnen macht. Wahrend Berzelius die Wirkung dieses Stoffes der Milchsaurebildung zuschreiben zu müssen glaubte, und nach Liebigs Theorie diese Milchsaure das Alkali der Milch binden und in Folge dessen das Kasein niederschlagen sollte, entdeckte Heintz im Jahre 1872 die wirkliche Lab wirkung. Im Jahre vorher hatten namlich Hammarsten und A. Schmidt durch ihre Versuche mit dem Gerinnen von zuckerfreier Milch, nachgewiesen, dass das Gerinnen mit Milchsaurebildung nichts zu tun habe; die Molke hat wieder die Eigenschaft, dasselbe bei anderer Milch zu bewirken. Erst seit 1889 ist durch die Untersuchung von Adametz, Herz, von Freuden'reich, Jensen und Peter bekannt geworden, dass das Ferment in der Magenschleimhaut als Ursache des Gerinnens betrachtet werden muss und dieses also eine cheniische Wirkung ist. Dieses Ferment ist als ein inaktives Zymogen (das Prochymosin) in der Magenschleimhaut anwesend 2); im Fundus wird es reicher gebildet als im Pylorus 3), wahrend es bei Gastritis auch im Fundus fehlt. Erst durch Behand-

1) In Peters Dissertation über das Labferment (Rostock 1894), findet man eine genaue historische Uebersicht.

2) Fuld: Ueber Gerinnung durch Lab. Asher-Spiro, Ergebnixse der Physiol. 1902 I 468.

3) Grütaner: PHüg. Arch. XVI Seite 119.

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