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wie sie das Buch „Die praktische M ilch pr ü fung, einschliessend die Kontrolle des Molkereibetriebes", von N. Gerber, lehrt.

Keine der darin beschriebenen Untersuchungsmethoden konnte mich uuf die Dauer befriedigen:

1. I>ie Beurteiluiig dor Miloli nacli AiiskcIm'ii uiul Farbc ist sehr ungewiss; Abweichungen entdeckt der Bauer auch selbst. Ueberdies ist die Farbe unter anderem nicht nur abhangig von dein höheren oder niedrigeren Fettgehalt und der starkeren oder schwiicheren Farbung des Fetts, und der teilweise an Kalk gebundenen Eiweissstott'e 1), sundern auch von der Beleuchtungsweise.

2. 1»i<- BeiirloiliuiK naeli (■«'wlimack mul Geriieh:

Nach dem Schmecken von einigen Proben ist die Scharfe von Geruch und Geschmack verschwunden, besonders wenn man einraal rasse Milch gekostet hat. Nur starke Abweichungen sind zu konstatieren. Es kann jedoch nicht verkannt werden, dass man darin durch Uebung eiue gewisse Fertigkeit erlangen könne. Das Kosten zahlreicher Milchproben ist jedoch von einem hygienischen Standpunkt aus nicht zu enipfehlen.

3. Das Beurteilen naeh der Keaktioii:

Die Keaktion ist ein schlechtes Beurteilungsmittel, schon deshalb, weil sie sich den verschiedenen Indikatoren gegenüber auch verschieden verhalt. Sie ist nicht nur bei pathologischen, sondern auch bei diversen physiologischen Zustanden und überdies

1) Raudnitz unit Bascli: Chemie und Physiologie der Milch, 1903. !S. 106.

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