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Yoraussetzung naher zu liegen, dass der Einfluss, den Biest etc. auf die andere zur Kasebereitung gebrauchte Milch ausübt, raehr fermentativer als chemischer Art ist. Ist doch die veranlasste Veranderung in der chemischen Zusammensetzung in einer grossen Menge Milch sehr gering, wiihrend auch eine kleine Enzymenmenge bisweilen grosse chemische Urasetzungen zu veranlassen im Stande ist.

Möglichervveise werden weitere Untersuchungen hierüber mehr Aufklürung bringen.

Wenn die Behauptung von Seligmann 1) wahr ist, namlich dass Katalase ausschliesslich durch Bakterien gebildet wird, dann wflrde eine katalasereiche Milch viel katalasebildende Bakterien enthalten müssen, was von selbst schon die Anwesenheit vieler Milchsaurebakterien ausschliesst.

Auch von diesem Standpunkt betrachtet würde solche Milch für die Kasebereitung nicht taugen.

Bei der Beurteilung des Katalasegehalts habe ich die Methode befolgt, welche durch C. J. Koning eingeführt ist.

Dreissig nicht kalibrierte Garrührchen mit 20 cM3 Inhalt der Firma Delius aus Amsterdam habe ich nummeriert; ebenso 30 Flaschen von 125 Gramm. Die letzteren werden naeh der Reinigung jedesmal mit 1 % Borsiluresolution gefiillt und so in einem dafiir angefertigten Kistchen mit ebensovielen Abteilungen durch den Bauer, der die Milch seiner Kühe untersuchen lassen will, abgeholt. Vor dem Melken hat der Bauer eine Liste mit den Namen seiner Kühe angefertigt; jede Kuh erhalt eine Nummer. Bevor Kuh Nr. 1 gemolken wird, werden die Hiinde und die Zitzen mit

1) lor. cit.

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