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dem Borwasser aus Flasche Nr. 1 übergossen, dann wird gemolken, die Flasche gut entleert, und mit eineni langen (emaillierten) tiefen Löffel die Milch im Eimer uingerührt und davon Flasche Nr. 1 gefüllt. Dieser Löffel wird bei jeder folgenden Kuh mit der Borsaurelösung aus der folgenden Flasche abgespült; im übrigen wird bei Kuh Nr. 2, Nr. 3 etc. gerade verfahren wie bei Nr. 1. Dadurch, dass die Flaschen gefüllt mit 1 % Solutio acidi borici bewahrt und abgegeben werden, erlangt man verschiedene Vorteile: Die Flaschen sind stets rein, das Spucken in die Hiinde vor dem Melken wird verhütet, der Schmutz an den Zitzen wird entfernt, der Rührlöffel, mit dem die Milchprobe entnommen wird, kann jedesmal abgespült werden; die Hande bleiben wahrend des Melkens reinlich. Nur hat der Melker dafür zu sorgen, dass er jedesmal die Flaschen gut entleert, bevor er sie mit Milch füllt; die wenigen Tropfen Borsaurelösung, die dann noch an den Wanden haften bleiben, haben auf die Beschaffenheit der Milch keinen Einfluss.

Sind alle Flaschen gehorig geschlossen und gefüllt wieder in das Kistchen gesetzt, dann wird es so schnell wie möglich in meine Wohnung gebracht, so dass ich die Milch fast immer 1 — 2 Stunden nach dem Melken untersuchen kann. Da ich voraus weiss, wann die Milch ankommt, habe ich die nummerierten Garröhrchen, eine Mensur von 20 cM:! und Wasserstoff'peroxyd von ungefahr 1 % bereit stehen. In kurzer Zeit sind alle Garröhrchen gefiillt init 15 cM-1 Milch, geschüttelt mit 5 cM3 H,O, 1 %.

In Milch, die sehr viel Katalase enthalt, tritt bereits nach 10—15 Minuten Gasbildung auf, bisweilen sehr heftig, so dass der geschlossene Schenkel des Röhrchens nicht selten nach einer Yiertelstunde halb, oder sogar ganz mit Sauerstoff gefüllt ist. Dies kann

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