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In einer von Haus aus schwach sauren, Tabakssaft enthaltenden Flüssigkeit findet anfanglich fast kein AVachstum statt. Der Sauregehalt vermindert langsam, damit wachst die Bakterie dann besser.

Der Bacil]us Tabaci I wachst zu sehr langen Faden mit kurzen Gliedern in einer Flüssigkeit, die auf folgende Weise zusammengesetzt ist:

Kaliuinphosphat 0.050

Asparagin 0.5

Glukose 2.

Wasser 100.

Reaction nicht geandert.

Das Asparagin wird zersezt und als Zersetsungsprodukt ist Ammoniak nachzuweisen, sowohl wenn man rotes Lakmuspapier über der Flüssigkeit anbringt, als dadurch, dass man beim Erhitzen, die gasförmigen Zersetzungsprodukte in Nessler's Flüssigkeit auffangt. Dies Reagens kann man nicht anwenden im Kulturmedium, da Glukose bei niedriger Temperatur gleichfalls mit gelber Verfarbung auf Nessler's Flüssigkeit einwirkt.

Damit man die Wirkung auf Nitrat beobachten könne, wird die Bakterie in die hierunten angegebenen Flüssigkeit geimpft.

Kaliumphosphat 0.050

Asparagin 0.5

Kaliumnitrat 0.2

Glukose 2.0

Wasser 100.

Reaction nicht geandert.

Sowohl diese als die vorige Flüssigkeit reagiert sehr schwach alkalisch. Die Bakterie zersetzt hier das Nitrat zu Nitrit, welches man leicht mit der bekannten Jodzinkstarkelösung und sehr deutlich mit Metaphenylendiamin nachweisen kann.

Bei den oben angegebenen Nahrböden ist, unter gleichen Bedingungen wie Grosse der Gefasse, Temperatur u. s. w. nach der colorimetrischen Fleck'schen Methode mehr Ammoniak nachzuweisen; woraus folgt, dass wie bei den Petri'schen und Le wandowski 'schen Yersuchen der Bacillus Proteus vuig ar is, auch der Bacillus Tabaci I Nitrat zu Nitrit und teilsweise zu Ammoniak reduziert.

Gelatine-Nahrböden, welche aus Pflanzensaften (Leguminosen) mit Hinzufügung von 2 % Glukose zusammengesetzt sind, lassen die B. T. I nicht zur Entwicklung kommen. Wenn die Reaktion schwach alkalisch genommen wird, so tritt eine sehr kraftige Yerflüssigung ein.

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