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Der Tabak

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Milch, sowohl normale wie alkalische oder saure, wird nicht vom Diplococcus verandert.

Auf Blutserum entsteht sehr langsam eine hell-graulich-gelbe Kolonie.

Der Diplococcus ist ebenso wie der B. T. I ein obligat aërober Organismus, welcher sich nicht bewegt; vielleicht besitzen die Diplococcen, welche von der sauren Malzgelatine genommen wurden, einige Bewegungsfahigkeit.

Es besteht wenig Unterschied in der Lange der Diplococcen auf den verschiedenen Nahrböden.

Der Organismus fiirbt sich leicht mit den basischen Anilinfarben und entfarbt sich nach der Gramschen Methode. Bei der Farbung fallen die Diplococcen gewöhnlich auseinander, wobei zugleicherzeit die nicht selten ovale Form der kugelrunden weicht.

Der Diplococcus wird bei der namlichen Temperatur getötet, wie der B. T. I.

Es flndet keine Indolbildung statt.

Auf den beschriebenen Nahrböden hat der Diplococcus sein kraftigstes Wachstum bei 24»-30° C.

Merkwürdig ist die Eigenschaft, dass er im Gegensatz zu dem B. T. I eine saure Umgebung vertragt und sich darm vermehrt, wahrend der B. T. I bei höherer Alkalitat ebenso gut wachst als bei niedrigerer.

Hiermit sind die vornehmsten Eigenschaften des Diplococcus beschrieben; Morphologie und Biologie bieten also hier nicht so viel Merkwürdiges als bei dem B. T. I.

Ausser den beschriebenen Mikroorganismen sind immer in grösserer oder geringerer Menge wahrend der Gahrung „Proteusarten" von mir gefunden worden. Auch deren Morphologie und Biologie ist höchst interessant. Schon früher habe ich in Kürze ihr Wachstum auf den verschiedenen Nahrböden angegeben und abgebildet und zugleicherzeit die fakultative anaërobe B. T. III behandelt, welche wahrscheinlicli einen nicht geringen Anteil an der Temperaturerhöhung hat.

Die Proteusarten, welche keine Sporen 'bilden und bei 50° C. schon nach kurzer zeit sterben, sind also nach einem günstigen Verlauf der Fermentation nicht mehr zurückzufinden.

In den meisten Fallen sieht man im allgemeinen grade bei der Bruttemperatur von 37° C. (30 — 40), dass die Mikroben kraftigere Lebensenergie besitzen. Jene Lebensenergie geht mit dem schnellen Temperaturwechsel zusammen, welcher zwischen 30 — 40° C. bei unserer hollandischen Tabaksgahrung beobachtet wird.

Hier schliessen sich die beschriebenen Versuche mit den Reinkulturen der Proteusartigen an, welche immer in grosser Zahl wahrend der Gahrung bei 30-40° C. nachgewiesen werden können, und die bei der darauffolgenden lang-