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eigentliche Vorlage etwas jünger als das Zeitalter der alteren hellenistischen Dichter war, denen bekanntlich auch Phanokles zuzuzahlen ist.

Das Schlussergebnis unserer Ouellenuntersuchung ist also hier folgendes: wir vermogen nicht nachzuweisen, dass Ovid für die Sage des Phaethon Nikanders Heteroiumena als Vorbild benutzt hat, aber andererseits spricht auch nichts direkt gegen eine solche Annahme, denn es zeigt sich, dass Ovid eine hellenistische Vorlage gehabt hat, die jedenfalls nicht alter als Nikander war, und dass dieser wenigstens die Sage der Heliaden behandelt hatte, geilt aus Plin. N. H. XXXVII, 31 (Schneider. frg- 63) hervor. Nikander hat zwar nachweislich die Entstehuner des Schwans einmal in ganz anderer VVeise erzahlt. Für die Metamorphose des Kyknos, des Solmes der Hyrie, wie sie bei Ant. Lib. XII erzahlt wird, werden im Scholion als Gewahrsleute angeführt: Nikander im lIJten Buche der Heteroiumena und Apsiis ; Axxxy sv x7{u,xti Kóxv:c; da aber die Sage in Aitolien lokalisiert ist, so ist Ant. Lib. hier unzweifelhaft dem Nikander gefolgt. Aber Nikander kann ja recht wohl sogar im selben Werk zwei verschiedene Sagen auf eine Verwandlung in denselben Vogel haben auslaufen lassen. Er braucht sich in der Beziehung keine strengeren Gesetze vorgeschrieben zu haben als Ovid, der sogar drei verschiedene, alle Cycnus genannte Personen in Schwane verwandelt werden lasst (Metam. II, 367—380; VII, 371—381; XII, 64 -145).

Auf Phaethon lasst Ovid vermittelst eines gesuchten Uebergangs die Geschichte der Kallisto folgen, welche mit jener in keiner Hinsicht zusammengehört. Obwohl wir, wie bereits gesagt, nicht berechtigt sind, die Erfindung eines jeden einzelnen derartigen Uebergangs ohne YYeiteres für Ovid zu beanspruchen, so müssen wir darum nicht aus den Augen verlieren, dass die meisten dennoch von ihm herrühren müssen, da die Anordnung der unzahligen bei ihm zu einer fortlaufenden Erzahlung verwobenen Metamorphosen im Grossen und Ganzen ohne jeden Zweifel sein eigenes Werk ist. Franz hat deutlich gezeigt. dass die Erzahlung des Ovid die beiden von Kallimachos und Era-

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