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Rhizoiden werden gesondert cultiviert. Ungefa.hr die Hülfte der untersuchten Exemplare starb niir ab, doch aus den übrigen entwickelte sich Protonema. Neue Rhizoiden sah ich nicht entstehen.

7. Isolierte Blatter.

In der Natur findet man meistens die Initialen zu Brutorganen ausgewachsen; seltener beobachtet man Protonemafaden oder Rhizoiden. In den oben beschriebenen Culturen, wo auch die Blatter mit dem Stamm in Verbindung waren, entwickelten sich hauptsachlich Brutorgane. Abgetrennte Blatter in der Cultur bilden dagegen nur Protonemafaden aus den Initialen. Nur ausnahmsweise fand ich einen Faden, der sich in ein Brutorgari umgewandelt hatte. Nach vier oder fünf Wochen schien es mir, dass die Protonemafaden sich in Rhizoide verwandein wolltenj; sie zeigten namlich eine deutliche Brilunung der Membrane. Bei naherer Untersuchung steilte es sich aber heraus, dass diese Braunung nur der Anfang des Absterbens war.

Es fragte sich nun, ob nach Entfernung der Initialen das übrige Blattgewebe Neubildungen zu produzieren im Stande sei. Die aussersten, Initialen enthaltenden Zellschichten wurden vorsichtig entfernt, und nun gingen die Leitzellen des Blattes zur Protonemabildung über und zwar sehr oft reichlich an der Basis. (Fig. 3.) Den Mittelnerv zu entfernen und das zwischenliegende Blattgewebe weiter zu cultivieren, gelang nicht. Die Stücke sind wahrscheinlich zu klein.

Betrachten wir schliesslich noch das Schicksal des Regenerationsprotoncmas, so finden wir, dass dasselbe in keinem Falie eine Knospe erzeugt hat. Langer als zwei Monate lasst es sich nicht in Cultur behalten, offenbar sind die Bedingungen fttr eine dauernde Cultur ungünstig. Auch auf den Baumfarnen fand ich öfters Stammchen, die Protonema erzeugt hatten, oder ausgekeimte Brutknospen; doch junge Pflanzen hatten sie nicht gebildet.

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