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Bevor ich zur Beschreibung der Versuche mit Pflanzen in vertikaler Stellung übergehe, sei hier als Uebergang etwas über den Zweck und über die Methodik dieser Experimente mitgeteilt.

In den bisher beschriebenen Versuchen haben wir immer die Pflanzen gelegt, sn dass die beiden Stammespole denselben Bedingungen ausgesetzt waren. Es hat sich dabei herausgestellt, dass was Protonema und Rhizoidenbildung anbelangt, bei Hookeria und Mnium die Pole die bevorzugten Stellen für ihre Entstehung sind. (Selbstverstandlich ist hier nur von solchen Stücken die Rede, bei denen der Anlass zur Regeneration durch Entfernung eines Teiles an einem der beiden Pole gegeben war.) Die Xeubildungen waren immer qualitativ identisch; entstand am basalen Pol Protonema, (sei es an den Rhizoiden, sei es aus dem Stamm) so entwickelte es sich gleichfalls am apicalen Pol, doch in viel geringerer Quantitat. Auch am übrigen Stammteil entvvickelten sich Regenerationsbildungen, gewöhnlich aber erst viel spater. Bei Tortula, Dicranella, Funaria, scheint nur der untere Pol bevorzugt, wahrend der übrige Teil des Stammes sich gleich verhalt.

Erfolgt die Regeneration durch Austreiben von Sei ten sprossen, so ist keine Bevorzugung an bestimmten Blattachseln wahrzunehmen.

Es fragte sich nun, wie verhalten sich die Laubmoose, wenn man sie vertikal in irgend ein Substrat einsteckt; die beiden Pole beflnden sich dann unter verschiedenen Bedingungen. Es ist bekannt. dass Stecklinge von höheren Pflanzen in diesem Fall einen qualitativen Unterschied in den Neubildungen an den Polen aufweisen, mit andern Worten, eine Pol a rit at. Ueber diese Erscheinung bei Laubmoosen konnte ich in der Litteratur keine Angaben finden. Correns ') gibt an für Stecklinge von T h a m n i u 111

1) 1. c. pag. 279.

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