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Es kann ja nicht bestritten werden, das Holland in diesen Zeiten schon einen reichen und groszen Viehhandel und besonders auch Import an Vieh ans dem Auslande trieb, wobei ohne Zweifel nicht blosz Danemark, sondern auch andere Lander, möglicherweise auch Koloniën, beteiligt waren.

Aber dasz es nun allein blos die indischen Rinder waren, die die Güte des hollandischen Viehes bedingten, das ist doch entschieden zu weit gegangen.

Auch Duerst is durchaus nicht davon überzeugt, dasz es wirklich indische Rinder waren, die Calloet vorschwebten, sondern die damalige hollandische Rasse, wcïche durch ihre Schönheit und Güte sich gegenüber den Rindern der umliegenden Lander höchst vorteilhaft auszeichneten, oder die zur Zeit importirte danische Rinder.

Darauf deutet auch in dem Werke Calloet, dessen Einsicht ich der Freundlichkeit von Prof. Duerst verdanke, die Stelle hin, dasz er auch die Merinoschafe klar beschreibt, wie ihre Segoviawolle und diese Tiere ebenfalls bald »indische« bald »barbarische« Schafe nennt. Er erzahlt hier zugleich die sehr wertvolle Tatsache, dasz der König von England durch einen speziellen Gesandten an den König von Kastilien 3000 Merino- oder indische Schafe kaufen und nach England bringen liesz. (')

Wenn man daher so die Ausführungen Querbrat Calloets etwas corrigiert, dürfte dieser Autor des 17ten Jahrhundert als eine recht vertrauenerweckende und als gute Quelle betrachtet werden. Ich bin daher Prof. Duerst sehr dankbar, dasz er mir die Einsicht in eine weitere von ihm noch nicht publizierte Abhandlung desseiben Autors gestattete, die eine directe Eingabe an den damaligen Minister Colbert unter Ludwig XIV darstellt, welche sich

(') Fiir die Richtigkeit der Calloet'schen Ausführungen spricht auch der Umstand, dasz von Hengeveld ebenfalls diese historische Tatsache erwahnt wird.

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