Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

stellt ein vom Minister zugenehmigendes Reglement fest, ernennt eine oder mehrere Körungskommissionen und verteilt die verfügbaren Gelder. Jeder Körungskommission wird vom Minister ein Mitglied hinzugefügt. Die pramii^rten Stiere müssen wahrend eines vom Provinzial-Regelungskommission festgesetzten Termins zur Deckung verfügbar bleiben, indem diese Kommission auch das Maximum-Deckgeld bestimmt. Erst nach Ablauf des festgesetzten Termins und nach Einsendung einer Sprungliste wird die Pramie ausgezahlt. Die Pramie für von pramiierten oder Stammbuchstieren gedeckte Kühe wird nur dann zuerkannt, wenn die Tiere sichtlich trachtig sind und erst im folgenden Jahr ausgezahlt, wenn die Kuh am 1. August wieder trachtig ist oder schon wieder gekalbt hat, noch Tauglichkeit als Zuchttier hat und als solches noch in derselben Provinz gebraucht wird.

Sterben pramiierte Tiere oder werden sie, ohne Schuld des Eigentiimers, untauglich zur Zucht, so werden die Pramien dennoch ausgezahlt. Die Provinzial-Regelungskommissionen können noch nahere Bestimmungen vorschreiben und sind verpflichtet jedes Jahr vor dem 1. Marz dem Minister Rechenschaft abzulegen.

Aus diesen Bestimmungen geht klar hervor, dasz der Hauptpunkt in der Zuerkennung von Erhaltungspramiien für Zuchtstiere gelegen war, denn, obgleich für die übrigen Zwecke nur '.4 der verfügbaren Mittel verwendet werden durfte, wurde von dieser Befugnis nur noch ausnahmsweise Gebrauch gemacht. Allmahlich sah man ein, dasz auch auf andre Weise die Rindviehzucht gefördert werden konnte, und wohl an erster Stelle durch Zuerkennung von finanzieller Unterstützung an Zuchtvereine und Stierhaltungsgenossenschaften ; doch hierzu bedurfte es einer Revision der Vorschriften, welche für die Verwendung der vom Staat zur Verfügung gestellten Gelder in Kraft waren. Die erwünschten Abanderungen kamen zu Stande bei der Königlichen Verordnung vom 2. April 1907. Seit der Zeit sind folgende

Sluiten