Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Höhe des Preises nicht ankam, wenn die Tiere nur in ein Stammbuch eingeschrieben waren, gelangte das niederlandische Rindviehstammbuch zu groszer Blüte. Die niederlandischen Züchter, begierig danach, hohe Preise für ihre ausgezeichnelen Kühe und Stiere zu erzielen, lieszen die Tiere in groszer Zahl einschreiben, um diese darauf so bald wie möglich nach Amerika oder auch nach Deutschland zu verkaufen. Im Jahre 1884 allein wurden 3272 Stück Vieh eingeschrieben; der gröszere Teil derselben verschwand aber wieder aus unserem Lande.

Die ganze Einrichtung und Arbeitsweise führte denn auch dazu, dasz nur die persönlichen Interessen der Mitglieder gewahrt wurden, was jedoch für die Entwicklung der niederlandischen Viehzucht ganz und gar ohne Bedeutung war. Es war nur ein Körungsbuch und ein Adreszbuch, aber kein Stammbuch. Als denn auch Amerika und Deutschland das beste Vieh weggeführt hatten und man da anfing mit diesen importierten Tieren weiter zu züchten, verminderte sich nach und nach die Ausfuhr und in gleichem Masze wurde die Einschreibung des Zuchtviehs in das Stammbuch immer geringer. Jetzt brach eine schlechte Zeit für das Stammbuch an und 1898 muszte selbst die Abteilung Friesland die Konkurrenz mit dem friesischen Rindviehstammbuch aufgeben und wurde diese Abteilung aufgthoben.

Zwar war in dieser Zeit die Zahl der Mitglieder und der Einschreibungen etwas groszer geworden, weil in mehreren Provinzen die Verpflichtung bestand die auf den Provinzialschauen pramiierten Tiere in das niederlandische Rindviehstammbuch einschreiben zu lassen, doch diese Zunahme hatte durchaus keinen Wert, weil die Eigentümer der pramiierten Stiere gewöhnlich dem Verein nur so lange angehörten als sie, im Hinblick auf die gewonnene Pramie, dazu verpflichtet waren.

Wie wenig das niederlandische Rindviehstammbuch als Stamm-

Sluiten