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iler electromaguetischen Ersclieinungen sich ergiebt hat zuerst in bewusster und konsequenter Durclifiiliruiig II. A. Lorentz gezeigt. Zugleich aber hat die Vorstellung von der Existenz niaterieller electrischer Theilchen von Ionen oder Electronen, von experimentellcr Seite her eine gliinzende Bestiitigung gefunden durch die Ersclieinungen der Kathodenstrahlen mul durch das directe Zi:eman*'sche Plüinomen, das von Lorentz auf Grund seiner Theorie in so auschaulicher und einfacher eise erkliirt worden ist.

Die Vorstelluugen der Jonenthcorie haben zu einer Theorie der Entladung in hoch verdiinnten lliiumen gefiihrt, welche der Erfahrung vollstiindig entspricht, sie haben aucli auf die Ersclieinungen der electrischen Leitung in Luft von atmosphiirischem Druck eine weitgehende A11wendung gefunden. Sie sind oluie Zweifel auch fiir die noch fehlende allgenieiue Theorie der Entladungen von grösster Bedeutung. Hei den Entladungserscheinungen in Gasen von mittlerein Druck handelt essieh aber nicht blos um eine Liicke in der Theorie, sondern aucli um Liieken in der lïeihe der experimentellen Thatsachen; der weitere Fortschritt wird also ebenso von experimenteller wie von theoretischer Seite zu fiïrdern sein. Zu unserer Kenntniss von der Xatur der Kathodenstrahlen hat das Studium ihrer Veriinderungen im Magnetfeld wesentlich beigetragen. Eine zusaminenhiingende Untersuchung iiber die AVirkung des Magnetfeldes auf die Entladung bei beliebigem Druck des Gases diirfte daher auch fiir die Entwicklung der allgemeinen Theorie von Xutzen sein. Tn diesem Sinne enthalten die folgenden .Mittheilungcn eine Ergiinzung der vorlicgenden experimentellen Untersuchungen.

2. Wenn ein electrischer Strom durch eine mit einem verdiinnten Gase gefüllte Gi:issLEu'sche lliihre hindurchgeht, so tritt an Stelle des Onu1schen Gesetzes eine sehr viel compliciertere Beziehung zwischen der Stromstarke und der Spannungsditt'erenz der Electroden. Es ist bis jetzt nicht miiglich bei gegebener Spannungsdilferenz die Stromstiirke aus der Natur des eingeschlossenen (Jases, dem Grade seiner Verdiinnung, aus der Form des (iefiisses niit lliilt'e allgemeiner Eormeln zu bcrechnen; man ist vielniehr in jedem einzelnen Falie auf die empirische Ermittelung jenes Zusammenhanges angewiesen. Bei einer gegebenen liiihre wird man so fiir jeden Grad der Verdiinnung eine Curve konstruieren können, durch welche die Spannungsdillerenz der Electroden als Function der Stromstiirke gegeben wird. Mit Beniitzung einer in der Electro-

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