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ob die Wurzeln da auf die Dauer wohl Feuchtigkeit ge-

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nug aufnehmen können, um zu ersetzen, was die Pflanze durch Ausdünstung verliert. Man begreift deshalb auch, dass in Gegenden, welche wenig Wasser im Boden und eine trockne Atmosfare besitzen, blos Pflanzen leben können, welche danach streben ihre Feuchtigkeitsaufnahme zu vergrössern, und den Feuchtigkeitsverlust zu verringern. Ersteres geschieht u. a. durch eine sehr starke Entwicklung der unterirdischen Teile der Pflanzen. Man hat z. B. bei Wüstenpflanzen, die sich kaum i—2 decim. über den Boden erhoben, in einer Tiefe von 1V2 M. unter der Erdoberflache noch Wurzeln so dick wie einen kleinen Fineer

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gefunden. Wüstengewachse können bisweilen auch durch Ausscheidung hygroskopischer Stoffe mit oberirdischen Teilen Wasserdampf aus der Luft anziehen.

Die Beschrankung des Wasserverlustes geschieht auf sehr verschiedene Weise, oft durch eines oder mehrere der folgenden Mittel:

A. Eigenheiten im groberen Bau:

1. alle oberirdischen Teile bleiben klein;

2. die Blatter bleiben klein oder fehlen so^ar ganzlich;

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3. die Blatter oder Stengel*) werden fleischig.

B. Eigenheiten im feineren Bau;

1. geringe Anzahl Spaltöffnungen;

1) t ur einen Echmocactus hat man festgestellt, dass die Oberflache circa „J0 von der Oberflache eines gleichen Gewichtes Blatter von Aristolochia Sipho betragt. Für eine gleiche Oberflache beider Pflanzen fand man ferner, dass die Verdampfung beim Cactus TV der Transpiration bei der Aristolochia betragt. Wahrend also ein gewisses Gewicht Pflanzenstoff bei Echinocactus eine Menge i durch Verdampfung verliert, verliert derselbe Pflanzenstoff bei Aristolochia 5000.

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