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vermag; er fragt, ver es sei, auf dessen Haupte seine Iland ruhc; — es ist. Elias. Darob freut sicli der Sterbende und spricht noch bcsonders über dieseu Bruder einen patriarchalischen Segen,"der von Liebe, ller/liclikeit und Vertrauen wahrhaft überfliesst. „Dich, mein Sobn", so betet er, „dich segne icb in Allem und durch Alles, und wie der Hüchste durcli deine Iland meine Brüder und Söbne gemehrt bat, so segne ieh durch dieli und iu dir Alle. Ini Himmel und auf' Erden segne dieh Gott, der Herr Aller, lch segne dieb nacb Kratten und daruber binaus, und was icb niebt vermag, vermag gegen dich der, welcher Alles vermag. ]Möge eingedenk sein der Herr deiner Miibe und Arbeit und in der Heimsucbung der Gerechten niöge • dein Loos gewalirt bleiben •!®). Jeglicber Segen, den du wünscbest, ausdenkst, und was immer du billig forderst, muge sicli erfüllen!" —

Xacli Sonnenuntergang des 3. October 1226, eines Sabbaths, scbied diese seltene Seele von binnen. —

Celauo scliiieb dies nicht gar zu lange nach den Ereiguissen; dor Bollandist setzt die Abfassung dieser Legende mit guten Gründen in das Jahr 1229. Vvar er selbst etwa bei dem Todo des Franziskus nicht zugegen, so erfuhr er die Vorgange dabei, die damals sielier noch ziemlicli unverfalscht und unbefangen erziihlt wurden, gewiss in aller Ausiührliclikeit von Augenzeugen. Sein Bericht konnte hier noch nicht angesteckt sein von Erdichtungen gegen Elias, wie sie spater Missgunst und tödtlicber Ilass mit allem Eifer schufen. Seine treuherzige Erzahlung tragt ganz den Stempel der Wahrheit und Gerechtigkeit; sein Ilerz war zu voll der reinsten, aufrichtigsten Pietat gegen seinen heiligen Oberen, als dass es ihm batte in den Sinn kommen künnen, dessen liebste und bovorzugteste Freunde31) in ein nachtheiliges Licht zu stellen. Elias batte gewiss aucli keinen Grund dazu bisher gegebeu; demi hiitte sonst Franziskus ihn mit einer solchen Fiillo von Segen gleichsam überscliütten künnen?! Es ist klar, dass uur das z&rtlichste und nie getrübte Ver-

™) lch selie hier nicht die Nothwendigkeit einer Conjeetur, wie sic der 3lolliiimis! macht (statl in tribulutione—in retributione), cin; die Stelle giht auch su einen ganz guten Sinn. Carl llasc (Franz von Assisi. Kin lleiligenbild. Leipzig, 185ü) iibersetzt — pgr. 135 —: „und in der Trübsal mag das Erbe der (iercchten die bewahrt bleiben". —

"'l Pie I.egende des Celauo (pg. 713) liisst den Elias auch durch die Gnade ausgezeichnet werden, dass ihm zwei Jahre vor dem Tode des Franziskus des Nachts durch eine himmlische Erscheinung der Keitpuukt t'iir das Iliuseheiden des verehrten Meisters geoffenbart wird.

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