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Der cinstigc Liebling (les hl. Franziskus, der eifrigste Verbreiter und lange das Haupt des Ordens, — nun dessen ausgestossener, gebaunter Gegner, dem selbst das Ordenskleid feierlich abgesprochen war Dass es so weit gekommen, liat Elias trotz aller seiuer Fehler gewiss nicht in dem Maasse verscliuldet, als seine intriganten Neider, welche in ihrem blinden Eifer für die völlige Reinerhaltung der urspriingliclien Kegel — im Wechsel der Zeiten nnd bei der grossen politischen Bedeutung des Ordens geradezu ein Ding der l nmuglichkeit — die Brttderschaft wahrlich weit mehr in Yerwirrung und Zersplitterung brachten. Solclie Vorgiinge stehen in der Ordensgcschichte durchaus nicht vereinzelt da; sie wiederholten sich fast durch alle Jahrhunderte. —

Als im folgenden Jalire, 1245, wie schon erwahnt, der Papst gogen Friedrich jenen fürchterlichen Bannfluch schleuderte und alle scinc Treuen der Pflicht ledig sprach , liess sich Elias dadurch keinesweges bestimmen, vom Kaiser abzulassen.97) Er trat mit aller Energie tür die Rechte desselben ein und declcte schonungslos des Papstes unlauteres Treiben auf. Natürlich wurde er so ein. „rebellis sanctae matris ecclesiae et apostata ordinis." Dass er jetzt erst sich in den Kampf gegen die Curie gestürzt haben mag und nicht schon frtther, vor dem Genuesischen Capitel, — Matthaeus Paris erzahlt nftmlich des Elias oppositionelles Auftreten in kurzen Zügen bereits zum Jalire 1239 (pg. 465), dafur

n') Ith will os mir nicht versagen, Hüfler's eigenthümliches Urtlieil über das Verhaltniss zwischen Elias und Friedrich hier anzuführen. In „Kaiser Friedrich II. München 1844" pg. 289 schreibt dieser Autor: „Diese Verbindung des Elias mit dem Kaiser drohte den Franziskanerorden in ein Schisma zu sturzen, brachte ihn wenigstens bei Vielen in Verachtung und verwickelte darein den Papst selbst, weleher sich auf ihn stützte. Möglich, dass Friedrich, welcher in seinen vielen Streitigkeiten mit der Kirchc doch nie so vielen Boden gewann, dass er, wie sem Grossvater, einen Gegenpapst erwahlcn lassen konnte, aus solchen Gründen Elias an sich zu knüpfen suchte; wabrscheinlicher jedoch ist es und seinem unverhohlen ausgesprochenen Tlaiie, den Clerus zu stiirzen, angemessener, dass er sich seiner nur bedienen wollte, um die Kirchc zu trennen, und anstatt sich lange mit der Aufstellung von Gegenpapsten abzugeben, welche den Kaisern selbst zuletzt die grössten Verlegenheiten bereiteten, dem Hauptzicle uur desto eifnger zusteuerte. Geradc dadurch ward er abcr Anlass, dass die Gegensatze desto teindlicher cinander gegenüber traten, und ein Kampf crfolgte, der nicht sowol zwischen Personen, nicht zwischen dem Papstthum und dem Kaiserthum wie truher, sondem um die ganze höhere oder rein weltliche ürdnung der Dinge entbrannte. Erst dadurch erhalt man den Schlüssel zu dem Wesen des Kampfes, der die Welt bewegte."

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