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Geschichte und Kritik im Dienste der "Minus-probabilis"

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Gesetzes endgiltig fiir sicher wahrscheinlicher hiilt, und trotzdem als Handlungsnorm wahlt, wan er sicher wahrscheinlicher als gegen dieses Gesetz betrachtet, strebt nicht als ganzer Mensch nach Erfüllung desjenigen, was er für den Willen Gottes hiilt, als objektiv Pflicht oder Recht, objectiv erlaubt oder nicht-erlaubt, sondern constituirt in seinem menschlichen Wesen einen moralischen Widerspruch. (1)

Die zweite Antwort Cathreins beniiiht sich das Argument des P. Wouters indirekt zu widerlegen, retorquendo, und darzutun, dass daraus der strengere Probabiliorismus folgen würde (S. 762.) (2).

Die retorsie ist jedoch nicht glücklich. Zur Erklürung diene folgendes: Das Befolgen der se q u e p r o b a b i 1 i s oder der darait praktisch gleichwertigen fere aïque probabi lis halten wir deshalb fiir erlaubt, weil in diesem Falie, im strikten Zweifel iiber die Existenz des Gesetzes, das Gesetz sich in k e i n e r W e i s e unserer Kenntnis aufdriingt, sondern im völligen Dunkel bleibt. Nun ist die allgemeine, allerhöchste antecedens ordinatio Dei nicht nur die Quelle der besonderen Pflichten, sondern auch die Quelle der menschlichen moralischen Freiheit, die Quelle aller ihrer besonderen Rechte. Diese allgemeine antecedens ordinatio Dei, die sowohl Reclite verleiht als Pflichten aufcrlegt, ist es e i n ■/, i g, w e 1 c h e i 111 strikten Zweifel, im v ö 1-

(1) Der Probabilist wird vielleicht sogleich antworten, er hebe mit dem »lex dubia non obligat" diesen Widerspruch aut'. Antwort: Das wiire eine petitio principii. Denn die Frage ist gerade. ob wir auch in dubio lato, im Falie, dass die Freiheit certo minus probabilis ist. praktisch vonder VerpHichtung des Gesetzes enthoben sind

(•2) Ein probabilistisclier Autor, der wohl am tiefsten die Controverse erfaBst hat, ist gewis-i der hollündische Jesuit W. Cramer. (Vgl. Studiën. 'XI. Jahrgang lid. 63. n. (54.) Auch dieser batte a a. O. S. I66. 168. 176. die Meinung geaüssert. das eequiprobabilistische Prinzip führe zum geniassigten Tutiorinmus. Spiiter gestand er ehrlieh, dass dieses nicht zutrifft mit der Argumentation von Wouters, »in dessen — so lauten die YVorte Cramers sachliclier und gediegener Schrift: de Minusprobabilismo."