is toegevoegd aan uw favorieten.

Over de gevoeligheid van het hoornvlies

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

spüren, besonders auch, weil die Empfindlichkeitsfigur bei einer folgenden Untersuchung wieder ganz anders ausfallen kann als das vorige Mal. Eine bestimmte Antwort gibt diese Untersuchung also nicht und kann man somit nach diesen klinischen Erfahrungen weder sagen, dafi die Empfindlichkeit nach Hornhautverletzungen vom Zentrum nach der Peripherie hin zunimmt, noch das Umgekehrte. Daher wird weitere anatomische Untersuchung durchaus unerlafilich sein. Zwar hat Ranvier, wie schon oben erwahnt, bereits Versuche mit Kaninchen in dieser Richtung angestellt, wobei er ein Doppeltes fand, namlich 1. daft die Narbe in einigen Tagen mit einem Gewebe gefüllt ist, das seine Nerven selbst mit sich bringt, und 2. dafi das Wachstum in zentrifugalem Sinne stattfindet. Aber diese Untersuchungen können weder als endgültige Lösung der Frage der Hornhautregeneration beim Kaninchen angesehen werden, da sie nur bis zum dritten Tage fortgesetzt wurden, noch bieten sie einen Fingerzeig dafür, wie entsprechende Prozesse beim Menschen verlaufen. Ferner lassen sich noch Einwande verschiedener Art dagegen erheben, namentlich dieser, dafi es sehr schwer ist, bei einem Tier einen Eindruck von dessen Empfindlichkeit für gewisse Reize zu bekommen; namentlich ist die gröfiere oder geringere Empfindlichkeit gegen eine Rerührung schwer zu bestimmen. Wenn denn auch Cerise1) sagt, dafi die von ihm beim Menschen beobachteten Resultate völlig demjenigen entsprechen, was Ranvier bei Tieren gefunden hat, dann darf man diesem Ausspruche meines Erachtens keinen uneingeschrankten Wert zuerkennen, schon aus den soeben genannten Gründen und weiter darum, weil die von diesem Autor angewandte Methode der Hornhautuntersuchung meines Erachtens nicht genau genug ist. Auch mufi die eigentümliche Verteilung der Nerven in der menschlichen Hornhaut, von der schon soeben gesprochen ist, bei der Beurteilung berücksichtigt werden, denn durch die beobachteten Anastomosen zwischen Nervenstammen ist es ja sehr wohl möglich, da ft infolge der Regeneration eines gewissen Nerven sehr bizarr abgegrenzte Gebiete ihre Empfindlichkeit wieder früher zurückbekommen als dicht daneben gelegene Teile der Hornhaut. Es scheint mir denn auch, dafi jede Erklarung, welche bezweckt, die Tatsachen derart in eine Form zu pressen, dafi dar aus entweder eine Regeneration von der Peripherie nach dem Zentrum hin oder das Umgekehrte hervorgehen mufi, forciert ist und gewifi nicht mit demjenigen im Einklange steht, was die histologischen Befunde bisher gelehrt haben. Sowohl die Mitteilung Cerises2) als

*) Cerise, 1. c., S. 53. 9) Cerise, 1. c., S. 48.