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Over de gevoeligheid van het hoornvlies

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plötzlich mehr Fasern oder Endkörperchen anhaufen. Zweitens kann man versuchen, was bisweilen gelingt, das Harchen, nachdem die Nachwirkung der ersten Berührung verschwunden ist, noch einmal an derselben Stelle niederzusetzen, wo es erst gestanden hat und bisweilen wird es dann wohl gefühlt. In diesem Falie kann also meines Erachtens allein die andere Placierung des Harchens, wodurch mehr Nervenelemente gereizt werden, die Ursache der zweiten wohl gefühlten Berührung sein.

Ich glaube also, daft man an der ersten Erklarungsweise, namlich der Notwendigkeit einer gleichzeitigen Reizung einer Anzahl Nervenelemente für eine wahrnehmbare Empfindung, festhalten darf. Tut man dies, dann kann man sich auch erklaren, warum ein starkeres Haar an einer bestimmten Stelle eher eine Perzeption ergibt als ein schwacheres, da ja das erstere tiefer eindrückt und dadurch mehr Nervenastchen oder -endigungen berührt als das letztere. Ebenso ist es möglich, sich wenigstens in ersten groben Umrissen Rechenschaft von der Wirkung der Anasthetika zu geben, besonders was das Verhaltnis des Grades der Unempfindlichkeit betrifft, die durch die verschiedenen Anasthetika verursacht wird. Man kann sich diese Wirkung dann vielleicht folgendermaften vorstellen. Wird die Empfindlichkeit bestimmt, nachdem das Kokain, z. B. eine 1 o/oige Lösung, ins Auge gelangt ist, dann wird an den Stellen nichts mehr gefühlt werden, wo die erforderliche Mindestzahl von Nervenelementen infolge des Eintropfens des Anasthetikums unempfindlich geworden ist. Es ist nun möglich, daft an diesen Stellen alle Nervenelemente betaubt sind; es ist auch möglich, da li nur ein Teil betaubt ist, aber zuviel, um auf den Reiz anzusprechen. Da das Kokain sich nicht ganz gleichmaftig verteilt, kann es auch vorkommen, da ft irgend eine kleine Stelle perzipiert, wo beispielsweise die Empfindlichkeit weit oberhalb der Schwelle liegt, die für eine gefühlte Berührung erforderlich ist, aber ebenso gut besteht die Möglichkeit, daft an einer anderen perzipierenden Stelle sich die Empfindlichkeit nur noch ein klein wenig über das Minimum erhebt. Nimmt man nun die 2o/oige Lösung, dann wird dabei etwas Ahnliches stattfinden; dabei kann es also vorkommen, dafi ein Punkt, der bei der Kokainisierung mit einer 1 o/0igen Lösung gerade noch etwas empfand, nun nichts mehr fühlt, aber da ft andere Punkte, die weit oberhalb der Schwelle liegen, auch jetzt noch imstande sind, Reize zu übermitteln, da diese Punkte wohl an empfindlichen Elementen verloren haben können, aber nicht soviel, daft die übrigbleibenden den Reiz nicht mehr verarbeiten können. Denselben Gedankengang kann man jedesmal anwenden, wenn man die aufeinanderfolgenden Konzentrationen mitein-