is toegevoegd aan uw favorieten.

Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

fast bedeutungslos ist. Der Sitz des Hausvaters und der Hausfrau ist hier der Speisesaal, im Onderveld dagegen das Voorhuis (siehe unten).

2) Durch Wegfall der hinteren Seitenflügel und durch Verlegung der Küche in die hintere H&lfte des Speisesaales entsteht aus LTB das seltene und kleinere sog. T-Haus; eswirdnam-

' lich auch der Raum 3 in zwei Stuben geteilt. — Varianten des Typus B können noch durch inneren Ausbau zustande kommen, doch werden dabei die grossen ausseren Linien beibehalten. Es kann als Mangel empfunden werden, dass Korridore nicht vorhanden sind, was allerdings aus der Beschaffenheit des Urtypus leicht erklarlich ist. Um nun diesem Mangel abzuhelfen und den modernen Forderungen der Zurückgezogenheit Genüge zu leisten, hat man schon innerhalb den alten Wohnungen selbst vielfach Anderungen vorgenommen, indem man z.B. ein Korridor entlang den Raumen einer Langsseite (ich denke an IIB) anlegte oder — was eine standige Neuerung in Dorfwohnungen (wohl schon in HoUand) geworden ist — das Voorhuis wird zu einem breiten Korridor erniedrigt, der bisweilen bis zum hintern Flügel durchgezogen ist. Neben dem Speisesaal entsteht dann haufig eine kleinere „Koffiekamer" für den taglichen Gebrauch, wahrend in der grossen „Eetkamer" nur an Festtagen oder Sonntags gespeist wird, wenn die Kinder oder Verwandte zur Kirche kommen.

3) Es kann ferner nur ein Langschnitt übrig bleiben, bestehend aus Schlafzimmer, Voorhuis und Kombuis. Dies ist der gewöhnliche Typus der kleineren Hauser im Onderveld oder der Arbeiterhauschen (Volkshuisies).

4) Von diesem dreistubigen Haus konnte sich der Übergang zum zweistubigen leicht vollziehen, indem man den Herd im Voorhuis anbrachte oder die Küche als „Kookhuis" (allein im Onderveld, doch vielfach in anderen Landern) oder als einfachen „Kookskerm" nach Aussen verlegte. So fangt gewöhnlich der neue Ansiedler an; dabei bleibt es aber seiten, denn nach Bedarf wachst die Wohnung oder weicht sie einer besseren.

Der Giebel, ein künstlerischer Schmuck der Hauser von hohem Reiz, ist auch der Heimat entnommen und höchst geschmackvoll weiter entwickelt. Bakeb unterscheidet mehrere Typen, zuerst A: „the commonest Cape type adapted from the gable which nearly every eightheenth century house in Amsterdam possessed". Den Abstand zwischen diesem gewöhnlichen Amsterdammer Giebel (Fig. C. H., S. 1) und A kann ich mir nicht unvermittelt vorstellen. Viel naher stehen m. E. Galland Figg. 156,169,171, wo die charakteristische Breitenausdehnung schon deutlich hervortritt'). B war scheinbar ursprünglich flandrisch; auch die andern Typen zeigen (nach Baker) mehr flamische Art.

Ferner erinnern mehrere Einzelheiten des kap.holland. Hauses alten Stils noch an die Heimat: die Einstöckigkeit, das Satteldach, die Vorliebe für die grüne Farbe an Turen und Fensterladen (Sparrmann fand selbst noch einige Hauser grün angemalt), der Boden zur Aufbewahrung von Obst und Getreide, die kleinen roten aus Patria eingeführten Backsteine, welche noch wie im Mutterlande die alten Hauser zieren; „brandsoller" mit einer Schicht Lehm bedeckt, die den Unterbau schützen soll, falls das Strohdach in Brand gerat, und zugleich kühl halt. Das hollandische vorspringende Abdach (luifel) war schon zu Kolbs Zeiten als feuergefahrlich verboten. Ein Kamin zum Heizen fehlt öfters; sonst dient er mehr zur Zierde als zum Heizen. Eine besondere Eigentümlichkeit des afr. Hauses ist die Decke: die stützenden Balken, früher meist kunstvoll geschnitzt, treten offen zu Tage, wie früher

1) G. Galland, Geschichte der hollandischen Baukunst und Bildnerei, Berlin 1890, S. 197. Über flamischen Ursprung des Typus B vgl. eba. SS. 124, 197 und Fig. 165; ferner C. H., S. 4.