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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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6) übertragen: mierkat (sciurus Capensis; Bu. schreibt noch „meerkat", was im Holl. der Gibraltar-Affe bedeutet; unsere mierkat sieht jedenfalls einer Katze viel ahnhcher aus wie einem Affen), tier (Leopard; hier und in „miet" (ndl. korenmijt) ist das alte ï noch erhalten), wolf (so nannte Van Ribbeek schon die Hyane), silwervis; wit(te)boom, siekentroost (ndl. eine Salbe, afr. eine Pflanze), sewejaartjies (Immortellen; ndl. meist stroobloem; zevenjaarsbloem heisst im Ndl. das Gnaphalium L., auch redet man in Flandern von zevenjaarsklaver = Luzerne); c) nach Analogie gebildet: aasvo'el = aasgier, blesbok: blespaard, broekmannetjie (Insekt; ndl. Kind), ska[ap]wachtertjie : koewachtertjie (Vogel), silwerboom: zilverblad u. s. w., varkblom (Arum): varkensbloem (Art Iris u. a.), koortshoutjies: koortskruid u. s. w., seepgras: zeepkruid, seerkeelbossie : zeerogenbloem (und so viele andere mit dem Ausgang -bos(sie) = ndl. -kruid, -gras, -boom), teringtee : teringkruid, slangkos: slangen, brood u. s. w., kaneeltjies : kaneelroos, pisgoed : pisbloem u. a., suikerbos : suikerboom u. s. w., snotblom: snottebel, stinkkruid: stinkhout. Damit ist nicht gesagt, dass die Analogie immer bewusst war, doch leuchtet überal dieselbe Technik der Namengebung hervor. Aus Heukels ware eine prachtvolle Blütenlese zu sammeln von witzigen, poetischen, vernünftigen, phantastischen, erotischen und schlagenden Ausdrücken, von Sesquipedalien bis zu Zwei' silblern, die alle für die enge Verwandtschaft des Volksgeistes zeugen.

Man könnte aus einer Betrachtung der Landeskarte auf einen Bruch mit der Heimat schliessen'), wenn man die Ortsnamen mit denen in andern Koloniën vergleicht (es gibt nur etwa „Hottentots Holland" gegenüber anderswo. Batavia, Neu Amsterdam, u. s. w.); doch das würde nicht das Richtige treffen. Man bedenke, wie ausserst langsam unsere Kolonie gewachsen ist. Erst nacü 27 Jahren entstand das erste Dorf, vom Kommandeur geplant und benannt, SteUenbosch. Von da an wurden fast alle die neuen Landschaften und die in langen Zwischenpausen gegründeten Dörfer nach dem Gouverneur oder seinen Anverwandten und Titeln genannt: Drakenstein, Swellendam, Oudtshoorn, Uitenhage, Graaff-Reinet. Dieser Vorgang wurde im 19. Jh. mit Erlaubnis des Gouverneurs auf die Spitze getrieben, und hat das afr. Land mit unzahligen fremden Dorfhamen bedeckt wie Caledon, Clanwilham, Greyton, Aberdeen, Malmesbury, Wellington, Namen welche alle ein beredtes Zeugnis ablegen für die Loyalitat des Afrikaners2), der, wie schon seine holl. Vorfahren, der Regierung gegenüber ausserst folgsam und vertrauensvoU ist, — so lange nicht heilige Rechte mit Füssen getreten werden. — Sonst herrscht bekanntlich in der Namengebung ein physisches Merkmal vor: Greenberg, Breerivier, Hangklip, Zuurbraak, Zeekoevlei, Biesjespoort, mit allen ihren naheren Bezeichnungen durch klein-groot, onner-bó] achter-voor, hoog-laag und Büdungen mit -dal, -vlei, -veld, -pan, -vlakte, -fontein, -zand' -land. Der neue Boden führte eben durch seine Eigenart zu solcher Benennung. Bei Mangel an Phantasie behilft man sich mit Wiederholungen, daher die vielen Sneeuw- und Tafelberge, oder mit Anknüpfung an Personennamen: Villiersdorp, Theronsrust, Rouxville, Pretoria. Die „Voortrekkers" haben mehr Gefühl und Poesie in einige ihrer Ortsnamen hineingelegt: Weenen, Lijdenburg, Vrijheid, Winburg, Bloemfontein. Die Erinnerung an das Vaterland wird man eher in der Kleinbezeichnung zu suchen haben, in den altesten

1) Wie H. Déherain in seinem Aufsatz „ La Toponymie de la Colonie du Cap de B. E. au XVIIIe Siècle" („La beographie", IV=); als Ursache der Erscheinung nimmt er das baldige Auf horen der Beziehungen zum Mutterlande an, und, was jedoch nicht Stich halt, die geringe geographische und historische Kenntnis des Mutterlandes der Leute, — nota bene im Holland des 17 Jh '

2) Vgl. T. V 265.