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nur eine gewisse Zahl der Descendenten von der erblichen Störung getroffen. Im grossen und ganzen spielen der Vater und die Mutter bei Her Erblichkeit dieselbe Rolle. Auf Ausnahmen von dieser Regel gehe ich nicht ein.

Im Gegensatz zur Erblichkeit hat die Keimschadigung wahrscheinlich in der Hauptsache nur eine Bedeutung für die erste Generation der Descendenten. Die Keime können so stark geschadigt werden, dass daraus absolute oder relative Unfruchtbarkeit resultiert oder es kann der Fall vorkommen, dass die aus den geschadigten Keimen hervorgehenden Kinder gleich nach der Geburt sterben. Wenn aber die aus geschadigten Keimen hervorgehenden Kinder am Leben bleiben, können sich die Störungen unterL mstandenbei guten Lebensbedingungen ausgleichen, und aller \\ ahrscheinlichkeit nach können diese Individuen gesunde Kinder gebaren. Im Prinzip führt also die Keimschadigung entweder zum Tode oder zu einer Schwache der Kinder. D i e Kindes-K inder werden aber nicht betroffen.

Das Wort Degeneration hat wieder einen anderen Sinn. Degeneration bedeutet ganz im allgemeinen eine Verschlechterung der Qualitat der Descendenten im Vergleich zu den Ascendenten. Eine solche Degeneration kann zwar durch erbliche Störungen oder durch Keimschadigungen bewirkt werden, aber die Ursache der Degeneration kann auch in anderen Umstanden liegen, fötaler Intoxikation, Verschlechterung der Kinderpflege oder der Lebensgewohnheiten, u.s.w. Eine Degeneration hat für die spateren Generationen nur Bedeutung, wenn sie entweder erblich bedingt ist, oder wenn die keimschadigenden oder sonstigen degenerierenden Faktoren fortwirken.

\\ as Alkohol betrifft, ist es ziemlich sicher dass er durch Keimschadigung, Verarmung der Familie und ahnliches, degenerierend wirken kann. Aber es ist auf der anderen Seite recht unwahrscheinlich, dass diese alkoholische Degeneration einen erblichen Charakter habe. Uebrigens sind unsere Kenntnisse auch auf dem Gebiete der Keimschadigung recht gering.

Experimentel ist es nicht gelungen durch keimschadigende Einflüsse erbliche Störungen hervorzurufen.

Aus der Geschichte Norwegens ist kein Beweis zu holen, dass die Herabnahme des Alkoholismus auch zu einer Abnahme von Tuberkulose, Geisteskrankheiten, Epilepsie oder Schwachsinn fuhre. Diesbezügliche norwegische Arbeiten von alterer Zeit

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