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Menge, gleicher Starke und Beschaffenheit, das Jemand zu verschiedenen Malen unter der Herrschaft der verschiedenen Systeme trinkt, regelmassig die gleiche berauschende Wirkung ausüben muss. Aber nicht darum handelt es sich hier, sondern in der Hauptsache urn die Frage, wie die Macht der Alkohol-Interessenten, mogen sie Einzelne oder Personen-Gesammtheiten bis zur Gemeinde oder dem Staat sein—gebrochen werden kann> praktisch augenblicklich vor allem um die Frage, wie der durch Professor von Bunge klassisch gekennzeichneten Verführung durch das Alkoholkapital entgegengewirkt werden kann. Das ist die brennendste Teilfrage der ganzen Alkoholfrage. Soweit können die Alkoholgegner aller Richtungen sich zu einer gewaltigen Phalanx zusammenschliessen!

Wenn man mir insoweit wohl nicht allzuviel widersprechen wird, so ergeben sich bisher leidenschaftliche Meinungsverschiedenheiten noch, sobald man ein besonderes System zur Regelung vorschlagt. Ich gehore zu denen, die durch die tiefgründigen Untersuchungen der Herren Rowntree und Sherwell gelernt haben, für den Gedanken einer Alkoholverwaltung zum gemeinen Nutzen im Sinne der ursprünglichen Idee des s. g. Gotenburger Systems einzutreten. Ich glaube, dass dieses System sich immer mehr vervollkommnen lasst, und dass damit gerade in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt sind. Ein grosser Teil derer, die es auf früheren Kongressen angegriffen und verachtet haben, sind jetzt anderer Ansicht geworden Die aber, die immer noch nichts davon wissen wollen, fordere ich energisch auf, Vorschlage zu einer anderweiten Regelung der Herstellung und des Vertriebes alkoholischer Getranke für die Dauer ihrer hassenswerten Existenz zu machen. Wer da versagt, gerat in Gefahr, insoweit nicht als Idealist sondern als Ideologe bezeichnet zu werden, als Vertreter unfruchtbaren systematischen Denkens und Grübelns. (Wobei ich darauf hinweisen darf, dass in der Anschauung über solche Politik so verschiedener Persönlichkeiten, wie der kluge Napoleon I und einer seiner heissesten Gegner Heinrich von Kleist übereinstimmen).

Das Lange und Kurze unserer jetzigen Sachlage liegt darin: Der Staat muss wieder in das Eigentum der Konzessionen gesetzt werden. Das ist in der Regel in den Kulturstaaten nur möglich, wenn den bisherigen Konzessionsinhabern Entschadigungen bezahlt werden. Wer über Konzessionswesen nachdenkt, ohne

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