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Religionen erwünscht ist, kann nur von Kennem der lokalen Zustande beurteilt werden. Ist einmal festgestellt, dass es erwünscht ist, dann stimmt es hoffnungsvoll, dass bei uns in Gegenden, wo der Alkoholmissbrauch allgemein gross war, die Bevölkerung doch vollkommen einverstanden war nicht nur mit dem absoluten Verbote, sondern selbst mit der Vernichtung der Kuituren der Palmwein liefernden Baume.

Was die Europaer und andere Einwanderer betrifft, werden die Verhaltnisse wohl in jeder Kolonie verschieden sein, weshalb ich mich nicht unterfangen will, darüber eine Meinung auch nur im allgemeinen auszusprechen. Für unsere Besitzungen ausserhalb J avas und Maduras bleiben die für J ava und Madura geltend gemachten Gründe in Kraft : Es kann meines Erachtens kein Hindernis geben, überall dort, wo man ein Alkoholverbot für Eingeborene ausfertigt, dieses für samtliche Asiaten in Kraft zu setzen. An allen anderen Orten wird mutmasslich der Nutzen nicht gegen die Schwierigkeit der Aufrechterhaltung des Verbotes aufwiegen.

Ich bin am Schlusse. Ich möchte meine Ansichten über die Alkoholfrage für Niederlandisch-Indien in folgende Leitsatze zusammenfassen:

1) Bei der europaischen Bevölkerung hat der Alkoholgenuss in den letzten Jahren betrachtlich abgenommen;

2) Der Alkoholgenuss der einheimischen Bevölkerung auf Java und Madura wachst stetig, ohne dass aber bis jetzt von einem regelmassigen Gebrauch bei der grossen Masse die Rede sein kann;

3) Aus wirtschaftlichen und politischen Gründerfist ein Alkoholverbot für Eingeborene auf J ava und Madura notwendig, und es ist erwünscht für jene Gegenden der übrigen Besitzungen, in denen sich die Einführung eines solchen Gesetzes als möglich erweisen wird;

4) Ein Alkoholverbot wird bei der grossen Masse des javanischen Volkes volle Zustimmung finden;

5) Es ist erwünscht, auch die Chinesen unter das Verbot fallen zu lassen, obgleich erwartet werden muss, dass es bei ihnen keine Zustimmung finden wird;

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