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wenn nur durch geschlossenes Vorgehen ein Erfolg zu erreichen ist.

VI.

Welches sind nun aber die speziellen Aufgaben, welche den neutralen Organisationen zufallen?

Die religiös-kirchlichen Organisationen haben, insbesondere wo es sich um die Trinkerrettung handelt, grosse Aufgaben zu lösen, für welche sie durch die in ihnen wirkenden Krafte besonders fahig sind, F a c h-Organisationen können bei ihrer Arbeit die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Berufe berücksichtigen und befriedigen, A r b e i t e r -Organisationen werden innerhalb der Arbeiterschaft leichter V erstandnis und Vertrauen finden, als wenn die Anregungen von aussen kommen.

Aber .... gerade angesichts dieses Auseinander und Nebeneinander müssen neutrale Organisationen bestehen, welche die Angehörigen aller Konfessionen, aller Parteien, aller Berufe und Stande sammeln und alle verfügbaren Erziehungs- und Heilkrafte zusammenfassen. Sie sind nötig, damit Einseitigkeiten möglichst überwunden und Ausgleiche möglichst hergestellt werden, damit einer Kraftezersplitterung tunlichst vorgebeugt wird. Eben weil von allen Seiten her die Krafte in neutralen Organisationen zusammengeschlossen werden, deshalb gehen auch die Anregungen und Einflüsse nach allen Richtungen, in alle Kreise. Auf neutraler Grundlage kann jedermann mitarbeiten. Die Möglichkeit der Ausdehnung der Mitgliederzahl und der Betatigung ist nach keiner Richtung hin beschrarikt. So können Organisationen gebildet werden, die stark genug sind, um in der Zeitschrift, die herausgegeben wird, in den Veröffentlichungen, die zur Verbreitung kommen, in Kursen und Ausstellungen, in praktischen Einrichtungen etc. das Bestmögliche zu leisten, um auf die öffentliche Meinungeinenbestimmenden Einflusszu gewinnen, um und dies ist ganz besonders wichtig auch gegen-

über den Gesetzgebungs-Faktoren in Regierungen und Parlamenten, gegenüber den Verwaltungsstellen \\ ünsche und Forderungen mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten.

Die Nüchternheitsbewegung hat mit den machtigen \\ iderstanden der alten Gewohnheit, der nkenntnis und Gleichgültigkeit, der reellen Verhaltnisse im Volksleben, der offenen und

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