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liche Freiheit sehr hoch. Deshalb haben wir in unserem Gesetzentwurf das Recht zur Zwangsinternierung dahin beschrankt, dass eine solche nur in den Fallen unternommen werden durfte, wo der Alkoholist der Gesellschaft gefahrlich wird, oder ihr ernste Ungelegenheiten bereitet. In Uebereinstimmung mit diesem Prinzip haben wir die Indikationen folgendermassen formuliert: Zwangsinternierung darf unternommen werden betreffend diejenigen Alkoholisten: 1) die ihre Angelegenheiten nicht besorgen können, 2) die ihre Frau and Kinder der Gefahr des Notstandes aussetzen, 3) die die Sicherheit Anderer gefahrden, 4) die mehrmals wegen Trunkenheit verurteilt worden sind.

Meine Damen und Herren! Sehr oft hört man es hervorgehoben, dass die freiwillige Anstaltsbehandlung eine günstigere Prognose gibt als die zwangsweise Behandlung. Dies mag wahr sein, aber kann man nicht Macht hinter die Worte stellen, so lasst sich nur der kleinste Teil der Trunksüchtigen überreden', sich behandeln zu lassen. Ist es dagegen gelungen ein Gesetz betreffs Zwangsinternierung durchzuführen mit solchen Bestimmungen die nötig sind um das Gesetz effektiv zu machen — und zu diesen Bestimmungen rechne ich die Errichtung nicht nur off ener, sondem auch geschlossener Anstalten — so kann man mit allem Recht die Hoffnung hegen, dass viele Alkoholisten, um Zwangsinternierung zu vermeiden, freiwillig in die Trinkerheilanstalten eintreten. Gerade dieser indirekten Wirkung eines Zwangsinternierungsgesetzes muss man — das möchte ich zuletzt stark betonen — gewiss die allergrösste Bedeutung zuschreiben.

Prof. Forel, (Yvorne): Das eine tun und das andere nicht lassen. In der Schweiz haben wir auf keine Regierung gewartet um Trinkerasyle zu gründen. Ausser Privatasylen haben wir in Ellikon, Nüchtern etc. Wohltatigkeitsstiftungen gegründet, die sich selbst erhalten, indem sie arme Kranke mit Hülfe von Staats- oder Gemeinde Zuschüssen zum Selbstkostenpreis, und dazu etwas mehr zahlende Pensionare aufnehmen. Private müssen sich für 6 Monate verpflichten. Der Staat kann offiziell schwerere Falie amtlich einweisen. Solche Stiftungen kann man übeiall ins Leben rufen. Sie geben die besten Resultate, bessere als Staatsasyle, weil das Komitee besser als der Staat für aufopfernde,

abstinente Leitung sorgt.

Wer hierüber Modelle haben will, möge sich, an den Vorsteher

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