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mich scheue, bei solch eincr Sache auszusprechen, zu Saïs, im Heiligtume der Athene,1) hinter dem Tempel, die ganze Wand der Athene entlang. Und im Tempelbezirke stehen grosse steinerne Obelisken; daran ist ein Teich mit einem steinernen Rande eingefasst und schön im Kreise angelegt, und, wie es mir schien, von der Grosse des sogenannten radförmigen in Delos. 171. Auf diesem Teiche geben sie zur Nachtzeit Darstellungen von seinen Schicksalen, welches die Agypter Mysterien nennen. Indessen muss ich hierüber, obwohl ich ein Mehreres betreffs ihrer Einzelheiten weiss, reinen Mund halten." Der Gott, dem diese Anspielung gilt und zu dessen Ehren auch an anderen Orten Agyptens gleiche Feste gefeiert wurden, war der von seinem Bruder Set (Typhon) meuchlerisch umgebrachte und zerstiickelt in den Nil geworfene Osiris.2) Die Ahnlichkeit zwischen seinem Schicksale und dem des Dionysos (s. o.) ist so auffallend, dass schon Herodot, II, 144 sowie die Griechen überhaupt beide mit einander identifizierten.3) Da nun sowohl diese Mythe als auch manches andere an Agyptisches Gemahnende sich bei den schon oben erwahnten Orphikern findet,4) die unter den Peisistratiden (in der zweiten Halfte des sechsten Jahrhunderts) auch die eleusinischen Mysterien beeinflusst haben werden, so lag es nahe, zu vermuten, dass agyptische Mythen und Gebrauche, durch Vermittlung eben dieser Orphiker, in Griechenland und

1) Der agyptischen Göttin Neith.

2) Vgl. Maspéro, Hist. anc. d. peupl. d. 1'Orient class. I S. 510 u. Schafer, Die Mysterien d. Osiris in Abydos unter König Sesostris III in "tlntersuch. z. Gesch. u. Altertumsk. Aegyp." herausg. v. K. Sethe IV, 2. (1904) der übrigens das Wort Mysterien nur im Sinne der religiösen Schauspiele des Mittelalters braucht, S. 20 Anm. 5).

3) Vgl. hierüber Foucart, Le culte de Dionysos en Attique in Mém. Akad. Inscr. B.-—L. XXXVII (1906) 2" part. S. 62—67. Vgl. auch Schafer, Die Myst. d. Os. S. 20 Anm. 5).

4) Vgl. P. Monceaux u. d. W. Orphici in Daremberg e. Saglio, Dict. d. ant. gr. e. rom. VII S. 246.

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