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gung des Abendmahls hinter geschlossencn, wenn auch meist durchbrochenen Türen.') Manche wichtigen Zeremonien, wie z. B. die Weihung eines Mönches zum Priester, finden Nachts statt.2) Die Prozessionen mit Bildern gemahnen an den Iakchoszug.3) Das Zeigen von heiligen Gegenstanden spielt in der griechischen (und auch in der römisch-katholischen) Kirche eine grosse Rolle.4) Das Schuldbekenntnis vor der Teilnahme am Abendmahl erinnert an die Ausschliessung Unwürdiger zu Eleusis und an die Beichte zu Samothrake.3) Ja, die Ahnlichkeit bezieht sich auch auf die heiligen Kuitlegenden. Es liegt nahe, anzunehmen, dass der griechisch-orthodoxe Kultus in den die Geburt Christi betrefifenden Zeremonien von jenen oben erwahnten eleusinischen bezüglich der Geburt des Brimos beeinflusst worden ist. °) Auch eine Parallele der trauernden Demeter mit der Mater dolorosa ist nicht zu verkennen. Es ist festgestellt, dass die Verehrung der Madonna von dem fünften Jahrhundert an einen steigenden Aufschwung nimmt,') also gerade zu der Zeit, als es zu Ende war mit der Herrlichkeit von Eleusis.8) Mit Recht durfte also ein neugriechischer Forscher behaupten dass wir "in den Mysterien des christlichen-griechischen Gottesdienstes die Formen und oft auch die Gedanken der althellenischen heidnischen Myste-

1) Kattenbnsch. u. d. W. Or. Kir. S. 462.

2) Vgl. O. Kern, "Bei den Mönchen auf dem Athos" in Samml. gemeinverst. wiss. Vort. N. F. Heft 293 (1898), S. 17—19.

3) Kern, Bei d. Mön. S. 21 flg.

4) Kern, Bei d. Mön. S. 19 flg.

5) Vgl. Kattenbusch, I.ehrbueh der vergl. Confessionskunde I (1892), Die orthodoxe anatolische Kirche S. 425 flgg.

6) Ker n, Bei d. Mön. S. 23.

7) Vgl. K. Benrath, Zur Gesch. der Marienverehrung in Theol. Stud. Krit. 1886, S. 1—42; Reithmayr (K a u 1 e n) u. d. W. Maria in Wetz. u. Welt. Kirchenlex. 2 VIII Sp. 723 flg.; Z ö c k 1 e r u. d. W. Maria in Ilerzog, Realenc. •1 XIX, S. 313—315-

8) K e r n, Bei den Mön. S. 24.

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