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Wasser und zu Lande die Menschen beschützest, die Stiirme des Lebens vertreibst, die rettende Hand darreichst, mit der du selbst die unentwirrbar verschlungenen Faden des Schicksals lösest, des Geschickes Toben massigst und der Sterne verderblichen Lauf hemmst! Dich ehren die Himmlischen,') dir dienen die Götter der Unterwelt, du drehst die Erde im Kreise herum, entzündest das Licht der Sonne, beherrschest die Welt, trittst auf den Tartarus!J) Dir antworten die Gestirne, wechseln die Jahreszeiten, jauchzen die Götter, dienen die Elemente. Auf deinen Wink atmen die Lüfte, nahren die Wolken, keimen die Samen, spriessen die Keime. Vor deiner Hoheit schauern die Vogel, die den Himmel durchfliegen, die wilden Tiere, die im Gebirge umherirren, die Schlangen, die versteekt am Boden liegen, die Ungetüme, die auf dem Meere sich wiegen. Doch ich bin zu schwach an Geist, dein Lob zu singen, zu arm an Gut, dir würdige Opfer zu bringen: Fülle der Worte gebricht mir, zu sagen, was ich von deiner Hoheit empfinde, und dazu würden auch nicht tausend Münde, nicht tausend Zungen, nicht ein ewiger Fluss unermüdlicher Rede genügen. So will ich denn nur das, was ein zwar Frommer, doc.h sonst Armer vermag, zu vollführen suchen; ewig werde ich dein göttliches Antlitz und deine allerheiligste Macht im Innern meines Herzens bewahren und ewig vor Augen halten."

1) Lafaye bemerkt zu dieser Stelle, sie sei "das Vorbild einergereimten Litanei, vollkommen jenen ahnlich, welche man seitdem zu Ehren der hl. Jungfrau verfasst hat" und versucht sie in Strophen zu ordnen, Hist. d. cult. d. div. d'Al. S. 138. Wir haben den Rhythmus und die Reime, welche in diesem Gebete zu finden sind, nur teilweise und unvollkommen wiederzugeben vermocht.

2) Vgl. von den Pap. Gr. Mus. Ant. Pub. Lugd.-Bat. Ed. Leemans I Tap. U, S. 124 col. 2ir, 17—19, wo ein gewisser agyptischer Gott mit diesen Worten Isis anfleht: "Komme zu mir, Göttin, die du die grösste Ge walt über die Götter hast, und was in der Welt ist, beherrschest und alle Götter rettest, Isis!"

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