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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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lungen und ist ungezügelten Lüsten dienstbar.') Die andere aber. . .. die wahre Weisheit, deren Namen dieser Bastard falschlich tragt, die wir Priester und Propheten von Jugend auf üben, blickt zum Himmel empor, verkehrt mit den Göttern und hat Teil an der Natur der machtigeren Wesen,2) sie erforscht die Bewegung der Gestirne und gewinnt das Vorherwissen der Zukunft, steht diesen Jammerlichkeiten des Erdenlebens fern und erstrebt alles um des Schonen willen und dessen, was den Menschen nützt." Dass man es übrigens mit diesem Unterschiede zwischen der "wahren und falschen Weisheit" ebensowenig wie spater bei den Moslem mit dem zwischen "geistlicher und natürlicher"3) oder bei den Christen zwischen "weisser und schwarzer Magie ) genau nahm und ihn schliesslich mehr in der Gesinnung und dem Zwecke als den Requisiten und Handlungen suchte, davon giebt uns sowohl die obenerwahnte Apuleiusstelle als auch Heliodoros selbst ein drastisches Zeugnis, wenn nl. Kalasiris vorgiebt durch Damonenhilfe Liebe zu erwecken, II, 33, IV, 7 u. 14, wie solches ja damals, — man vergleiche nur die Zauberpapyri5) — von vielen geglaubt wurde.

Doch wir brauchen nicht nur aus Dichtungen zu schöp-

1) Vgl. Z. B. Acht. Buch. Mos. S. 192, 9—17 und Pap. V Mus. pub. Lugd.Bat. Ed. Leemans Tom. II, col. II, 30—32; in der Ausgabe von Dieterich in Jhrbb. f. class. Phil. v. Fleckeisen, XVI. Supplementb. (1888), S. 797.

2) Bemerkenswert ist dass auch bei den Marokkanern gewisse (übrigens böse) Geister die Starken (cAfarit) genannt werden, M. Quedenfeldt, Abergl. u. halbrelig. Brüdersch. b. d. Marokkanern, in Zeitschr. f. Ethnol XVIII (1886) S. 672.

3) ^ gl. Lane, An account of the manners and customs of the modern Egyptians. Nachdruck von 1890 nach der dritten Auflage von 1842,8.242%

4) Vgl. u. a. Zöckler u. d. W. Magiër, Magie in Herzog. Realencvkl.' XII S. 67 flg.

5) Liebeszauber vermittelst des heiligen Namens im Acht. Buch Mos. S. 187, 24—26, 188, 1—4, 192, 9—17. Eine insbesondere Liebeserfolg bezweckende "Weihe des Eros" in Pap. mag. mus. Lugd.-Bat. I, Ed. Leemans, lap. V, col. I, 14—III, 22, Ed. Dieterich S. 794—799.