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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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Einhüllung in weisse Gewander und das Anlegen der Gebetriemen waren hierzu erforderliche Vorbereitungen.') Den Beschwörungsformeln und insbesondere den mit gewissen Modulationen der Stimme und unter anstrengenden Bewegungen des Körpers auszusprechenden geheimen Gottesnamen 2) wurde die grösste Wunderkraft zugeschrieben: vermittelst derselben, hiess es, könnten schwere Gegenstande in Bewegung gebracht,3) Feuersbrünste gelöscht, Kranke geheilt, drohende Verhangnisse abgewendet und abgeschiedene Seelen zur Offenbarung göttlicher Geheimnisse veranlasst werden.4)

Ahnlicherweise hat sich bei den Mohammedanern schon früh im Anschluss an die Geheimlehre des Sufismus das bunte Sektenwesen der sg. Derwische entwickelt.3) Auch hierbei erinnert manches lebhaft an die antiken Mysterien. Die Einzuweihenden mussen ein zuriickgezogenes Leben führen und ihre Traume dem Oberhaupte der entsprechenden Sekte mitteilen. °) lm Orden der Bektaschi, deren Zusammenkünfte alle geheim sind, bringt der Initiande in der für seine Aufnahme bestimmten Nacht ein Schaf zum Opfer mit: er wird fast aller seiner Kleider beraubt7) und gelobt u. a. nichts unreines zu essen.8) Allgemein ist es bekannt, dass die Derwische bei ihren religiösen Feierlichkeiten sich

Kohier u. d. W. Cabala (Name and Origin) in Jew. Ene. III S. 456—459 u. L. Ginzberg u. d. W. Cabala (History and System) S. 478 flg.

1) Wünsche, u. d. W. Kabbala S. 679.

2) Wünsche, u. d. W. Kabbala S. 682.

3) Vgl. Schudt, Jüd. Merkw. VI Bch. 31. Kap. S. 200 über die magische Erhebung eines mit Steinen von 400 Pfuod (!) beladenen Tisches, vgl. auch Kaufmann Kohier u. d. W. Cabala S. 459.

4) Wünsche, u. d. W. Kabbala S. 681 u. 688. Eine langere Aufzahlung dergleichen "Wunder" bei Schudt, Jüd. Merkw. VI Bch. 31. Kap. S. 197 flg.

5) Vgl. vorzüglich J. P. Brown, The Dervishes or Oriental Spiritualism. (1868).

6) J. P. Brown, The Dervishes S. 215 flg.

7) J. P. Brown, The Derv. S. 166.

8) J. P. Brown, The Derv. S. 169.