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Geheimbundwesen von anderer Seite. Dort ist es nl. die Sitte, um die Knaben beim Eintritt in die Mannbarkeit oder noch früher, in Zeremonien einzuweihen, von denen die Frauen grundsatzlich ausgeschlossen sind. Diese Zeremonien sind, wie schon II S. 25 bemerkt, sehr zahlreich und umstandlich; wir begnügen uns hier damit, einige Züge aus den sg. Boorah's bei den Euahlayi') hervorzuheben. Durch Fasten2) müssen die Initianden sich auf die Weihen, deren es mehrere Grade giebt,3) vorbereiten. Die Feier findet zur Nachtzeit statt.4) Die Knaben werden erst rot, dann weiss bemalt;5) sie müssen ihre Augen schliessen und das Haupt niederbeugen. °) Es wird ihnen, bei Todesstrafe, untersagt zu sehen nach dem was geschieht.7) Bald verkündet ihnen ein gewaltiges Schwirren, dass Gayandi, der Boorah-Geist, nahe ist.8) Allerlei Prüfungen haben sie zu bestehen; sie werden mit Messern geritzt, und wenn sie die Augen öffnen dürfen, sehen sie scheusslich bemalte Gestalten sich auf sie stürzen. 9) Die Furchtsamen werden fortgejagt; l0) den Mutigen aber wird einige Ruhe vergönnt und ihnen schliesslich je ein kleiner weisser Stein gereicht, der sorgfaltig zu bewahren und den Uneingeweihten zu verbergen ist.") Unwillkürlich denkt man dabei an die IV S. 79 erwahnte Sitte bei den in die antiken Mysterien Eingeweihten, um gewisse Objekte in einem Leinentuche verborgen zu halten, so wie auch die den Steinen zugeschrie-

1) K. I.angloh Parker, The Euahlayi Tribe S. 61—82.

2) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 75.

3) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 75 flgg.

4) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 70.

5) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 70.

6) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 71 flg.

7) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 71 flg.

8) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 71 flg.

9) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 72.

10) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 72 flg.

11) Langloh Parker, The Euahl. Tr. S. 74.

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