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VI, S. 189 erwahnten Weihen der Euahlayi wird den Knaben versichert, die altesten Zauberarzte seien im Stande in ihren heiligen Krystallen Bilder aus der Vergangenheit, der Zukunft, und dessen, was in der Ferne geschieht, zu sehen') und auch geht die Sage, sie könnten durch das Aussenden von Strahlen dieser Steine wider ihre Opfer deren augenblicklichen Tod verursachen2). Kenntlich handelt es sich bei diesen ausgeschmückten und übertriebenen Schilderungen um hypnotische Vorgange, wie solche auch bei dem S. 215 erwahnten Getötet- und Auferwecktwerden der Medizin-Manner gewiss nicht fehlen; zumal ist die Tatsache, dass diese Arzte nach der Einweihung die Erinnerung an ihr vergangenes Leben verloren haben, leicht durch posthypnotische Süggestion zu erklaren. Merkwiirdig ist auch die auffallende Ahnlichkeit, welche die sorgfaltig verheimlichte Heilmethode der Arzte bei den Ureinwohnern Victorias mit der heilmagnetischen Praxis zeigt. Ein Augenzeuge berichtet hierüber: "Der Patiënt wird dem Arzte gegenüber gesetzt, welcher eine eintönige Beschwörung aussert, Striche macht, indem er seine Hande niederwarts über den kranken Körperteil gehen lasst, und bei Zwischenraumen denselben reibt und darauf blast.... Da aber die Beschwörung ihre Kraft verliert durch die Gegenwart einer dritten Person, so ist es sehr selten und nur durch Zufall möglich, Zeuge der Zeremonie zu sein"3).

Auch bei den Afrikanern ist Ahnliches der Fall. So berichtet Paulitschke von den hodd d. h. Wahrsagern in

1) Langloh Parker, The Euahlayi tribe, S. 75 flg. Über experimen telles Krystallsehen ist bei F. W. H. M y e r s, Hum. pers. a. surviv. bod. death, vieles zu finden; vgl. insbesondere über dergleichen Visionen im hypnotischen Zustande I, S. 578—584.

2) Langloh Parker, The Euahl. tr. S. 26.

3) Stanbridge bei R. Brough Smyth, The Aborigines of Victoria (1878) Vol. I S. 262.

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