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werden" bei jenen eine mehr symbolische Handlung, bei diesen dagegen ein als Realitat (in der hypnotischen Betaubung) durchlebtes Ereignis gewesen sein.

Im Anschluss an diese Suggestionswirkungeu wollen wir hier noch einige Berichte über andere merkwürdige mit den Weihen verknüpfte Vorgange aufzuhellen versuchen.

Wie wir schon III S. 42 erwahnt, hatte die Traumerscheinung der Isis dem Lucius ofifenbart, dass sie im selben Augenblicke, worin sie sich ihm zeige, auch ihrem Priester im Traume gebiete, was er zu tun habe, Met. XI, 6. Zwar gehort dieses noch der Dichtung an, aber auch spater, als Apuleius kenntlich seine eigene Einweihung schildert, versichert er, die Göttin habe in einer und derselben Nacht sowohl ihm selber als dem Oberpriester im Traume angekündigt, der Tag der Aufnahme sei gekommen, Met. XI, 22, vgl. III, S. 49. Und spaterhin berichtet er, vor der zweiten Einweihung, in die Geheimnisse des Osiris bzw. Sarapis, sei ihm deutlich einer der Geweihten im Traume erschienen, dem Isis gleichfalls in derselben Nacht angezeigt habe, er solle einen armen Madaurer in die Mysterien einführen, Met. XI, 27.

Dergleichen geschieht auch sonst im Geheimbundwesen Erwahnung. So soll der Scheich Molana Sa'id ed Din den Sultan Abu Sa'id Mirza von Turkestan durch einen Segenspruch aus der Eerne beeindruckt, der Sultan aber den ihm noch unbekannten Scheich im Traume gesehen und bald darauf bei der Begegnung erkannt haben'), wie sich denn überhaupt die Scheiche und ihre intimen Anhanger der diesbezüglichen Zauberkünste systematisch befleissigen sollen2). Und eine merkwürdige Parallele zu Apuleius' Erzahlung ist es, dass, wenn bei den nordamerikanischen

1) J. P. Brown, The derv. S. 133 flg.

2) J. P. Brown, The derv. S. 305 flgg.

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