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die Lichtstrahlen beleuchtet ist, die durch die Spalten des Stoffes fallen; das Kabinett ist leer. An der Rückseite des Vorhangs, der den Professor berührt, ist nichts. Der Vorhang ist in gekrümmter Weise aufgeblaht und leer. Das, was von der einen Seite dem Relief eines menschlichen Körpers gleicht, der sich vom Vorhang bedeckt bewegt, ist von der anderen Seite eine Höhlung des Stoffes. Man muss an den "unsichtbaren Mann" des Wells denken... Wahrend dieser Zeit war Eusapia immer sichtbar. Sie war wenigstens einen halben Meter vom "invisible man" entfernt", S. 66 flg. Schwerlich ist hierbei an Betrug'), an "automatisches Doppelspiel" aber gar nicht zu denken, und so zieht denn auch der überaus skeptische Loewenfeld nach Anlass dieses Berichtes den Schluss: "Man wird diesen Tatsachen gegenüber zugeben mussen, dass, wenn es sich auch bei den Materialisationen in den spiritistischen Sitzungen wohl zum grössten Teil um Tauschungen gehandelt hat, die durch betriigerische Manipulationen der Medien oder Halluzinationen und Illusionen der Teilnehmer hervorgerufen wurden, man doch auch manche Materialisationen, über welche von anerkannten Forschern berichtet wird, als echt ansehen darf', und glaubt nicht, "dass wir uns mit einer solchen Annahme in das Land der Wunder oder des Aberglaubens2) begeben", da man keine Veranlassung habe,

1) Wie wir es schon V S. 116 anlasslich einer gewissen Leistung der Eusapia bemerkt, liegt auch hier den sich ablehnend verhaltenden Kritikern die Pflicht ob, darzulegen, welche Fehler von den Untersuchern begangen und welche Kniffe von dem Medium angewendet worden seien. Dass jedenfalls A. Molls Feuilleton-Artikel: Das "Medium" Eusapia Palladino, in Deutsch. Medic. Wochenschr. XXIX (1903) No. 29, S. 524 flg. welchen Lehmann zum grossen Teile in Abergl. u. Zaub.2 S. 361 flgg. anführt, zur Eösung des vorliegenden Problems nicht ausreicht, dürfte wohl keinem Zweifel mehr unterliegen.

2) Aberglaube ist aber im Grunde genommen ein nichtssagender Ausdruck, den man jedenfalls im wissenschaftlichen Sprachgebrauch vermeiden sollte. •

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