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Opera juridica.

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eft GERHARDI F E L T M A N N I, ], C

imperatores Antoninus & V erusrelcnpferunt, (9.) privatis pactionibus nondubium eft, non laedi jus caeterorum.

Zu dem vier ten fortzueüen, fo ijl ertichtet, ob folten die frevele Appellanten einige aucb die geringfie Partialitat, die gnddigfte HerrJ'cbafft anlangend, bey uns baben verfpüret, weilen, wie vorerwehnet, Sie felbft in Dero Nahmen Copcy und Zeit, die revifion aber in ihrem eignen, weilen ex fuo die Bruche zu bezahlen condemniret worden, allein interponiret gehabt. Welcher letzten man ob vigorem publica? difciplinae nicht deferiren können; weilen unjtreitig , quod noftra revifio fit fimilis appellationi. Nulm aber ift ausfundigtn Rechtens, quod haec in iis, qua» tendunt ad correctionem , uti eft haec muleta? dictio , non admittatur. (10.)

Das ware wohl eine Jchbne Sacb wan der Gebrucbete den Richter, welcher von Ibme beleidigtt, als fufpeét könte verwerft en ? Sintemabl alfo kein cafus zu erfinnen, in welcbem die Magiftrats-Perfonsn ihre jurildiclion m'ögten pcenali judicio verthatigen, quod tamen omnibus magiftratibus, foJis duumviris exceptis, als Ulphnus zeuget, (11) permi/fum.

Da nuhn keine appellation, oder welche denfelbigen gleich, einige revifion in diefer Bruch-Sacben ftatt greiftt, ah ware nacb rechten keine Injlantz mehr offen, fondern •was defzfalfz gefprochen, dabey mufte es •werden gelaften nacb der practica Angeli, wovon Gailius f12) folgendes febreibt: Dicat, inquit, Judex. Ponas manum ad ftagnum, & non recedas, donec folveris quinquaginta, ad qua? te condemno, quia talem injuriam mihi intulifti in contemptum mea? jurifdiétionis. Poteft enim & debet judex pcenalibus mandatis jurifdictionem fuam tueri. • Was derowegen de denegata tranfmiffione actorum wird eingeworffen , nacb geftalten Sachen da keine Inftantz in hoe punéto muleta? verhanden ware, mit nichten werden zugeeignet. Und ifts alfo zumablen ungereimbt, dafz appellantijcher feiten wird vorgegeben, nos fententiam! contra leges & paéla publica tulifle: Da \ vielmehr die von Ew. Kayferl. Mayft. al- f Ier gnddigft beft cttigte Hofgerichts-Ordnung } ms dazu Anleitung gegeben. In reifllicher allergnadigfter Bctrachtung darin gePa.) I- 3- pr- ff. de tranfiaSt. ?io.) Mèvius 1. decif. ior. n. 6. \i r.) /. un. pr. ff. ft quis jusdicentinon obtemp.

(12.) lib. 1. obftrvat. 39. n. 5.

fetzet und verordnet, (13.) gejlalt wir nacb gemeinen befebriebenen rechten undunferm beftem Verjland foUen urtbcilen. Oben ijl aber aus den gemeinen Rechten und denen bewehrten Lebreren demonjtriret, ohm dafz die allen Menfchen eingepflantzete natürliche Rede uns deffen uberzatget, dajz einem jedweden Richtercn muffe Frcyjhben, die ibme five mediale five ïnunediatè z» gefugte Schmach: fufficit enim quod contemptus lit, felbft zu rechnen, noch da. ruber einen anderen nicbt durffe kiften urT theilen , nifi exiltimationis fua? prodigus haberi velit, auch ferner niche könne gefagt werden, dafz er auf die we fie in propria caufa juciicire, wie Gailius an vorangezogenem Ürthe (14.) wit mehr crew. dargetban, und mit vielen anderen beft areket wird von Johanne Harpprecht (15.) und Chriftoph. Philippo Richtero. (/ó.)

Umwahr und contra fidem acicrum ifts, dafz ferner beym fïinfften wird vor-. gefchutzt, als wan wir eine nullitat began- i gen und in medio curfu proceffus, da dit gravamina revifionis an itziger appellanten J ei ten bey bracht, und dadureb die fiach noƒ torié in iufpenfo gefetzet, gefprochen haI ben: Sintemahlen, als zuvorn demonflriret, die revifion als niebtig und unzidafizig in hoe genere mul&andi, quo modum nullatenus exceffimus, uti poftea feguetur den 12. Maji diefes Jahrs verworften worden. Es kan aber etwas fo an-und vor fichfielbfi nichtig ijl, die Sacb nicbt infufpenfo gehalten werden : quia non entis 1 nulla? Punt qualitates.

Mit grfiparter Warheit wird uns weiter beygemejjKn, als wan wir die Furftl. Bediente, umbfilbige dadureb zuintimidirent damit fie nicbt cordatè fchreiben, und ihre. Notturfft vormingen durfften, dergeftalt batten gejlrafct. Wir rechnen uns gern unter die Fur JU. Bediente, fubren auch den Nahmen. Weilen wir aber folche fit yn, und was mehr ift, nicht unsfiondern Gott und dem Landsherren, welcher mit deruns. anvertrawter BottmaJ'zigkeit von Ew. Kay-. fieri. Mayft. allergnadigjl belehnet, das recht fiprechen, fio wurden wir es fichwerlicb zu veranworten baben , wan wirfiolcbe LafterSchrifften , in welche keines weges eine rechtmrjzige retorlion enthalten, fiondern injuria? injiriis accumuliret werden, alfo ungeftrajjt lieften hlngeben.

Zweif-

(13.) tit. 9.

(1.1.) d. obf. 39. n. 1. 3. cff 4(15.) add. §. 9. L deinjur. n. 13. ; (16.) Centur. Rcg. Jur. reg. 10. n. 20.