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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1943, 1943

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betreffende W erk dem Bewusstsein seiner Zeit so nahe wie möglich zu bringen. Da die verschiedenen Zeitepochen in ihrer geistigen Haltung und Weit* auffassung verschieden sind, werden auch die Werkdeutungen verschieden sein. In der Inszenie* rungsidee vereinigen sich die Weltanschaulichcn Absichten, das künstlerische Wollen, Phantasie und Intuition zu einer Einheit, welche der Werk* deutung den formalen Stil gibt.

Der geistigen Situation der Zeit entsprechend

kann „Mana Stuart als politisehe Staatsaktion, als historisehes Sehauspiel, oder als private Aus» emandersetzung zweier rivalisierender Frauen inss zeniert werden.

In der Gestaltung des Bühnenbildes muss die geistige Sehwerpunktverlagerung des Werkes selbstverstiindlich ihren Niedersehlag finden, wenn die Inszenierung eine gesehlossene Finheit werden soll. Die vielseitige Kenntnis der Gestaltungsfor. men das der geistigen Ausdrucks* kratt vom Raum in seiner formalen und farbigen

, ëeben dem Bühnenbildner hierzu alle Moghehkeiten.

Biihnenbild „Sly” Ernst Rufer

Die ftage naeh der praktisehen Realisierung dieser Theorie ist natürlieh nur von Fall zu Fall zu beantworten. Fin vollkommenes Rezept gibt es dafür nicht. Die sehöpferisehen Krafte des Thea* müssen sich stets aufs Neue bemühen um zum Ziel zu gelangen.

Die bedeutsamste Stilentwieklung unserer Zeit zeigt sich in der Abkehr von einzelnen in sich volk

endeten Bildern in dem Bestreben, den Inszenie* rungen einen umfassenden grundlegenden Rahmen zu geben, den geistigen Raum!

Diesem geistigen Raum wird soviel an konkre* ten, zugleich symbolkraftigen Realitaten hinzuge* tugt wie fur die Klarung des Ortes der Handlung und an Spielnotwendigkeiten erforderlich ist.

Uem Zuschauer wird damit eine schöpferische Autgabe zugewiesen. In seiner Phantasie sollen sich die Andeutungen der Szenerie zu einem ge* scnlossenen Ganzen formen.