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Elohim war mit dem Knaben, und er wurde erwachsen und wohnte iu der Wüste und wurde ein Bogenschtitze. Und er liess sich nieder in der Wüste Paran und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande Aegypten.

Zur Erklarung dieser Erzahlung gehen wir aus von dem Verhaltnis der Hagar zur Sara. Hagar und ihr Sohn stellen sich als die Concurrenten von Sara und ihrem Sohn vor. Hagar und Ismael erscheinen gegemïber Abraham in demselben Verhaltnis von Frau und Sohn wie Sara und Isaak, aber Sara macht gegenüber jenen für sich und ihren Sohn ihr Vorzugsrecht als der rechtmassigen Gemahlin J) in eifersüchtig gewaltthiltiger Weise geltend. Der dein Abraham entsprechende aegyptische Gott Nun hat eigent lich nur eine Frau gehabt, die der Sara entsprechende Nunet, die Mutter des Ra. Aber diese Nunet hat nun ebenlalls Concurrentinnen und darunter besonders eine, die ^Nit oder Neit von Sais, die wie Nunet darauf Anspruch macht, ein weiblicher Nun (113) d. h. die kosmogonische Urmutter und speciell die Mutter des Lichtgottes Ra zu sein (118 ff. 33S ff. 352 f.). Wenn wir fragen, ob diese Neit von Sais der Figur von Abrahams aegyptischer Beifrau Hagar zu Gruude liegt, so kommt dieser Vermutung sofort die Thatsache entgegen, dass an dem Schutthügel von Sais heute noch der Name Sa-el-Hager haft et, -) eine Bezeichnung, die unmittelbar an den vom arabischen hagara (sich absondern, sich entfernen) abzuNamen hd^ar erinnert. Und was wir sonst von der saitischen Neit wissen, ist nur geeignet, unsere Vermutung weiterhin als richtig zu bestatigen. Die Neit von Sais war vielleicht ursprünglich eine libysche Kriegsgöttin und wurde jedenfalls von den Bewohnern des libyschen Landes west lich vom Delta sehr verehrt, so dass sich wolil verstellen liesse, dass in dieser Göttin der westlichen Wüstenbewohner auch die Nomaden östlich vom Delta ihre göttliche Stammmutter gesehen hiitten. Auf den Darstel-

1) Sclion im Namen n~lïï> Herriu, Fürstiu liegt der (iegensatz zum Kebsweib ausgoilriickt.

2) Düiuichen, Geographie des alteu Aegypteus S. 248, 74.

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