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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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treten), hot achter krij = opdra[g]end krij, gegenüber: afdra'end (leicht), stadig o'er die klippe! (nicht fluchen!), 'n sloot o. 'n holplek leer („ochsen") o. werk; sterben heisst: die riem afsnij o. skeur, touw opgöi (auch = bankrott machen, aufgeben), kop uittrek, im pf.: sij stertriem is af (eig. von Pferden gesagt, wie auch: 'n Kaapse (d. h. zierliche) draai maak). Sprichwörter: achteros kom ook in die kraal; 'n Fariseer is 'n klip onner die sand.

Es ist eine beliebte Unterhaltung der Kinder „Ochsenwagen" zu spielen. Als Zugvieh dienen die „dolossies" (Knöchelchen). — Das Jochscheit hat zu einem Wurfspiel der Marmer („jukskei speur") Veranlassung gegeben: ein Jochscheit wird locker aufgepflanzt inmitten eines Kreises, dessen Radius der Lange des Jochscheits gleichkommt; dahin wird mit anderen Jochscheiten geworfen: fallt das aufgesteckte Ziel um, so zahlt das zwei, kommt das geworfene Jochscheit innerhalb des Kreises zu liegen, so gilt das eins. — Das laute Knallen einer Peitsche dient dazu, Kinder nach Hause zurück zu rufen. Ja es gibt sogar aus Mangel einer Glocke das Zeichen zum Versammeln in der Schule oder sonstwo.

Wie unbeholfen er auch aussehen mag, der Ochsenwagen ist ein Gegenstand reichster Poesie, und trotzdem ist sein Lob noch nicht nach Gebühr gesungen worden. Er war der grosse Bahnbrecher der Kultur, er hat fast einen halben Kontinent der Bildung und dem Fortschritt erschlossen. Wo kein Fluss einen Kahn tragt und kein Pferd oder „Schiff der Wüste" sich bewegt, da hat er neue Wege gebahnt und neues Land eröffhet, dahin hat er Habe und Hoffhung getragen. Bei Nacht hat er gegen die Tiere des Feldes, bei Tage gegen wüste Horden geschützt. Er war Wohnung zugleich und Zufluchtsort in Gefahr, er war den Insassen so teuer fast wie im Mutterlande dem Schiffer das Kanalboot. Ist es möglieh, den trauten Ochsenwagen, stark, duldsam, bescheiden wie sein Lenker und sein Gespann, nicht lieb zu gewinnen? Überall drang er durch, wo kein anderes Fuhrwerk folgen konnte, über hohe steile Passé, durch tiefe Flussbetten, durch schweren Sand auf unwegsamer Ebene. Denn er war dazu eingerichtet, solche Strapazen zu überwinden, stark und fest, und geraumig wie ein Haus für die langen Reisen, und doch ungemein gelenkig. Das Modell entlehnte man vermuthch der Heimat; der neue Gebrauch wurde durch die Eigenart des neuen Bodens bedingt ')•

Der Ochsenwagen war also Hauptbeförderungsmittel und VorMufer des Verkehrs. War der Weg schon einigermassen geebnet und die Gegend mehr bevölkert, dann trat ein zweites Fuhrwerk auf, das sich auch eigenartig nach dem Bodenzustand entwickelt hat. Dies ist die typische afr. „kapkar" 2). Auch sie steht auf (zwei) hohen Radern, ist mit einer zusammenlegbaren Kappe versehen, kann bis sechs Personen fassen und wird von zwei oder mehreren Pferden gezogen, mittelst eines Joches, das diese unter dem Halse tragen. Karren von Ochsen oder Hunden gezogen sind unbekannt.

Die Hausarbeit, die früher so intensiv getrieben wurde, ist unter der Flut der modernen europaischen Fabrikwaren so gut wie verschwunden. Noch ziemlich aUgemein verfertigt

1) T. II 135: The Cape tentwaggon is nothing more than the waggon in common use in the Low Countries when the first settlers ■ came to South Africa, except that u. s. w. Grade dieses „except" möchte ich mehr betonen als Theal; überhaupt ware eine Untersuchung nach Ursprung und Terminologie ein schwieriges Verfahren. — Eine genaue Beschreibung mit Skizze, unter Berücksichtigung der Fachsprache, gibt Bu., S. 148; vgl. u. a. Ch. Barter, The Dorp and the Veld, or Six Months in Natal (1852), S. 45; über das Joch berichtet K. 113. Eine vollstandige Beschreibung eines heutigen Wagens aus Staphorst, Overijssel,, findet man D. B. V 49 fgg. — Viel Übereinstimmung mit der afr. Terminologie der Peitsche (vgl. Ma. i. v.. Hengsel) zeigt die flamische „koewachterzweep", C. T. VI 102 fgg.

2) Beschreibung des „Cape cart" bei Tbollope, South Africa (1878), I 185.