Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

zu zweifeln, dass diese Phanomene "sich im Laufe der Zeit unter gewisse Naturgesetze rubrizieren, d. h. als die Wirkungen bestimmter psychischer, resp. psycho-physischer Krafte nachweisen lassen werden", womit gesagt sei "dass auch diese Erscheinungen der spiritistischen Lehre keine Stütze gewahren"j S. 68.

Die Realitat aber dieser so unglaublich scheinenden "Materialisationen" angenommen, so ware es noch sehr zu beanstanden, ob die letztere Behauptung des hervorragenden Neurologen in ihrem vollen Umfange Gültigkeit beanspruchen darf, da sie ja wesentlich auf Vorurteilen und keineswegs auf einem gründlichen Studium des gesammten einschlagigen Tatsachenmaterials beruht1). Die Frage nl., ob "Geister" im spiritistischen Sinne, d. h. menschliche, nach Auflösung des grobstofflichen Körpers fortwirkende Intelligenzen bei diesen "Materialisationen" im Spiele sind, liesse sich doch nur durch sorgfaltige Zergliederung dessen, was diese sonderbaren Gestaltungen vorstellen und eventuell anderer dieselben begleitenden "psychischen" d. h. intellektuellen mediumistischen Kundgebungen entscheiden. Solang die erscheinenden Gliedmassen bzw. Körpergestalten denen des jeweiligen Mediums treffend ahnlich sind, was ja bei Eusapia in den überwiegend meisten Fallen deutlich genug hervortritt2), liegt gewisslich kein hinreichender Grund vor, an einen Eingriff von "Geistern" zu denken. Anders aber dürfte sich die Sache verhalten, wenn die beobachteten Glieder

1) Loewenfeld, der überhaupt eine grosse Unkenntnis des Spiritismus bekundet, vgl. u. a. Somn. u. Spir.2 S. 6l und das von uns oben IX, S. 265 Anm. 4) Bemerkte, zeigt sich hinsichtlich der Materialisationsphanomeme ganz von Morselli abhangig. Wenn aber Morselli "mit Bestimmtheit" erklart, dass die "ganze Eusapianische Phanomenologie" mit dem Spiritismus "nichts zu schaffen habe", bei Loewenfeld, S. 69, so stimmen andere Untersucher, wie Lombroso, Wie ich Spir. wurde, Arena, Marz 1907, S. 1282, hiermit keineswegs überein.

2) Vgl. die Reproduktionen, auf die wir schon S. 338 Anm. 4) verwiesen haben, insbesondere die S. 403.

Sluiten