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2. Twee brieven van Liszt. Een interessante bijdrage tot de karakterestiek van Wagner en Liszt geven twee brieven van Liszt aan Hans von Bülow uit Zürich — waar Wagner toen woonde — gedateerd, in bet jaar 1853, dus toen Liszt te Weimar werkzaam was.

Liszt schrijft:

„Die vier Vortragsabende, die Wagner vor einem gewahlten, nicht zahlenden Publikum gehalten hat, haben in der Stadt und der Umgegend groszes Aufsehen gemacht. Man sagt mir, dass man sich von seiner geradezu bezaubernden Art des Vortrags keinen Begriff machen kann. Die Konzerte im Theater haben ihm sogar Huldigungen der Bürger-Philister eingetragen, die vorher sehr gegen ihn eingenommen waren. Einer unserer gemeinsehaitlichen Freunde sagte mir gestern im Vertrauen, dass selbst in den ersten Jahren von Wagners Aufenthalt in Zürich, als er alle Welt durch seine Manieren und Launen misshantelte, er doch allmahlich in der Achtung der Eingeborenen an Boden gewonnen habe, aber seit den Proben und Konzertauftührungen sei er so liebenswürdig geworden, dass man ihm nicht mehr widerstehen könne. Es scheint, dass er keine Beziehungen zu den Auswanderern, mögen es Deutsche oder Auslander sein, unterhalt, und er hat mir bei seinen Nibelungen geschworen, dass er sich in seinem ganzen Leben nicht wieder in die Politik einmischen werde (Dresden 1848). Sein Auftreten hat entschieden etwas Gebieterisches und er bewahrt jedermann gegenüber eine gewisse Zurückhaltung. Für mich aber macht er eine absolute und vollstandige Ausnahme davon. Noch gestern sagte er mir: „Du bist mir ganz Deutschland." Er ist entschlossen, ohne alle Scheu als ungewöhnlicher Mann aufzutreten, an dem das Publikum nur die schwachen Seiten zu erkennen im stande ist.

Een andere brief van Liszt uit denzelfden tijd, geeft een staaltje hoe de meester over de toenmalige opera-zangers dacht. Liszt schrijft uit Prankfurt a/M.:

„Gestern was ein kleines Konzert im Theater, die Wagner (B. Wagner's nicht Johanna, aan de kgl. Oper te Berlijn verbonden) sang Lieder von Schuberth. Sie ist mehr konventionelles Talent, als eine machtig begabte Natur; wohl hat sie einzelne Glockentöne in der Kehle, aber im ganzen macht sie mir denselben Eindruk wie jene deutschen Landschaften, die ich nicht besonders liebe, so etwa, wie der Königstein, wenn man diesen Vergleich gelten lassen will. Da die Wagner am heutigen Morgen wieder abreisen musste, besuchte ich sie in ihrer Theatergarderobe. Sie hat sich so gut es ging entschuldigt, den Tannhauser nicht hier gesungen zu haben, — es ist dies meiner Meinung nach ein Skandal. und ich habe mich nicht entblödet es auszusprechen. Ich bemühte mich zugleich höflich und volkommen deutlich zu sein, und sie hat mir zuletzt vorgeschlagen, im Laufe des Winters in Weimar die Elisabeth und die Ortrud zu singen — was ich, vorbehaltlich der Zustimmung Ziegesars (Theaterintendant te Weimar.) annahm. Ich werde entschieden bei den berühmten Sangerinnen keinen grossen Chancen mehr haben. Diese Kategorie von Künstlern ist, meinen Bestrebungen und Ansprüchen gegenüber in den 5 Jahren, seit ich den wahren Ruhm verstehen gelernt, vollstandig zurückgeblieben. Die Bühneneffekte, Beklame und Beifallklatschen genügen ihnen und wir haben nichts Gemeinsames mehr, als höchstens einige Aeusserlichkeiten."

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