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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Eine wesentlich andere Gestalt hat die Ursprungssage der Inkas im Bericht des Jesuitenpaters Don Femando Montesino1). Auch nach seiner Angabe stammen die Cuzco erobemden Inkas von vier Ureltem ab, aber diese sind nach seiner Erzahlung nicht aus der Höhle von Paccari-Tampu herausgekommen, sondem sechshundert Jahre nach der Sintflut aus dem Süden in das Cuzco-Gebiet eingewandert, und zwar waren die vier Paare nicht allein, sondem hatten als Gefolge vier Wanderhaufen bei sich, die, wie er sagt, aus Familienverbanden bestanden. Ihre Anführer hiessen Ayar Manco Tupac, Ayar Cochi Tupac, Ayar auca Tupac, Ayar Uchu, die mit folgenden vier Frauen Mama Cora, Mama Hipa, Mama Huacum und Pilco Huacum verheiratet waren.

Schliesslich möchte ich noch, da er vielen Geschichtsschreibem als bester Kenner Altperus gilt, auf die Fassung der Inka-Ursprungssage bei Garcilasso de la Vega (Comentarios reales, que tratan del orlgen de los Yncas, Reyes que fueron del Peru, I. Teil, I. Buch, 18. Kapitel) hinweisen2). Nach seiner Darstellung hatte die Höhle von PaccarucTampu drei Ausgange. Aus dem mittleren kamen zunachst Manco Capac und sein Weib Mama Ocllo hervor; dann

!) Femando Montesino, Licentiat und Jurist, ging 1629 nach Peru, liess sich 1639 bis 1642 in Lima nieder und untersuchte im Auftrage der Regierung das Land auf Metalle. Er schrieb „Memorias antiguas historiales y politicas del Pem”, Band 16 der Coleccion de libros espanoles raros o curiosos. Sein Manuskript befand sich früher im Kloster von San José zu Sevilla, kam aber spater nach Madrid. H. Temaux Compans hat davon 1840 nach einer Abschrift eine Uebersetzung in französischer Sprache veröffentiicht. Der französischen Ausgabe folgte 1882 eine von Don Marcos Jiménez de la Espada herausgegebene spanische Ausgabe, betitelt Memorias antiguas historiales y politicas del Peru por el Licenciado D. Fernando Montesinos (Band 16 der Coleccion de Libros Espanoles raros ó curiosos.

*) Carcilasso de la Vega wurde 1539 in Cuzco als Sohn eines spamschen Kapitans, der eine Indianerin aus einem Inka-Geschlecht geheiratet hatte, geboren. Seine Eltern starben früh; er ging daher, 20 Jahre alt, im Jahre 1560 nach Spanien zurück und kampfte unter Juan d’Austria gegen die Morisken in Granada. Nachdem er das 60. Lebensjahr erreicht hatte, begann er seine Comentarios reales, que tratan del origen de los Yncas, Reyes que fueron del Pem niederzuschreiben, die 1609 in Lissabon erschienen. Manchen Autoren, die über Pem geschrieben haben, [gilt sein Werk, da er mütterlicherseits von den Inkas abstammte und seine Jugend in Pem verlebte, als beste Geschichtsquelle über Altperu, doch enthalt es viele unverbürgte und unrichtige Nachrichten, denn er hatte, als er die Erfahrungen seiner Jugendzeit auf-