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Das Buch Ester, nach der Septuaginta hergestellt

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seiner Aussage brieflich versichert, dass er sein Urtheil auch jetzt noch festhalte, und dass der massoretische Text des B. Ester zu den ara besten überlieferten des A. T. gehüre.

Ich, der ich mich früher nie eingehend mit dem B. Ester beschaftigt hatte, verglich nun den hebr. Text mit dem der beiden Becensionen der LXX und fand bald, dass zwischen der alteren derselben, d. i. der nicht-lucianischen, und dem hebr. Text dasselbe Verhiiltniss obwaltet, wie zwischen dem Text des cod. Yatic. der LXX zum hebr. Text des Ezechiel, und dass derjenige, welcher bei letzterem die LXX zu Grunde legt, dies auch beim B. Ester thun muss. Ich fand, dass der hebr. Text des B. Ester durch Glossen, Erweiterungen, Steigerungen der Ausdrücke, Streichungen und tendenziöse Aenderungen sich von dem Protolyp viel weiter entfernt als der der LXX, dass er im Lauf der Zeit, wie es bei diesem Lieblingsbuch des degenerirten Judenthums natürlich war, Aenderungen über Aenderungen erfahren hat und nach seinem ursprünglichen Gharakter zum Theil unkenntlich geworden ist. So sehr ich mit Nöldeke in seinem Urtheil über den unhistorischen Gharakter des Buches übereinstimme, so entschieden widerspreche ich ihm, wenn er a.a.U. schreibt:

»Er (der griechische Uebersetzer) setzt hinzu, verkürzt und erweitert nach Gutdünken, und da seine sehr geringen hebraischen Kenntnisse ihn zu zahlreichen Fehlern verführten, so entstand ein Werk, das seinem Urtext sehr wenig entspricht und unter allen den zahlreichen griechischen Uebersetzungen alttestamentlicher Bücher, wenn man die des Buches Daniël ausnimmt, die schlechteste ist".